DEL-Playoffs Düsseldorf zieht in das Halbfinale ein

Die Runde der besten vier DEL-Teams ist komplett. Im entscheidenden siebten Spiel im Viertelfinal-Playoff setzte sich die Düsseldorfer EG gegen die Krefeld Pinguine durch. Vor dem Aus in der Liga stehen derweil die Nürnberg Ice Tigers.


Hamburg - Die Düsseldorfer EG hat zum 15. Mal das Playoff-Halbfinale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft erreicht. Der Vorrundendritte der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gewann das entscheidende siebte Viertelfinale gegen die Krefeld Pinguine 5:0 (1:0, 2: 0, 2:0) und zog zum vierten Mal in Folge in die Runde der besten Vier ein. Im Halbfinale trifft die DEG auf die Hannover Scorpions mit dem ehemaligen Düsseldorfer Meistertrainer Hans Zach. Den zweiten Endspielteilnehmer spielen Vorrundensieger Eisbären Berlin und DEL-Rekordmeister Adler Mannheim aus.

Krefelder Stephens (r.), Düsseldorfer Hedlund: Klarer Sieg
Getty Images

Krefelder Stephens (r.), Düsseldorfer Hedlund: Klarer Sieg

Vor 10.750 Zuschauern im Rather Dome machte das Überzahlspiel der DEG den Unterschied. Ryan Caldwell (17.), Rob Collins (23./52.) und Shane Joseph (30.) trafen jeweils, als ein Krefelder auf der Strafbank saß. Es waren die Powerplay-Tore Nummer neun bis zwölf für die Düsseldorfer in der Viertelfinalserie. Das zwischenzeitliche 4:0 erzielte Adam Courchaine (44.) bei Fünf gegen Fünf.

Die Krefelder, die am vergangenen Dienstag mit einem 4:3-Sieg das siebte Spiel der 'best-of-seven"-Serie erzwungen hatten, hatten zunächst durch Andre Huebscher sogar die Chance zur Führung (9.). Dann brachten sie sich mit unnötigen Strafzeiten selbst auf die Verliererstraße. Sechs Minuten vor Schluss verlor der KEV auch noch Stürmer Michael Endraß, der vom Puck im Gesicht getroffen und mit einem Nasenbeinbruch vom Eis getragen wurde. Zudem bestand der Verdacht auf einen Jochbein- und Kieferbruch.

Nürnberg vor dem Aus

Die Hoffnung der Nürnberg Ice Tigers auf eine Rettung hat sich unterdessen wieder zerschlagen. Am Donnerstag teilte die Investorengruppe um den Schmuckhändler Thomas Sabo in einer schriftlichen Stellungnahme mit, dass es ihr "nicht mehr möglich ist, die Ice Tigers zu retten". Grund ist der Rückzug des bisherigen Namenssponsors Sinupret, der sich aus "firmenpolitischen Gründen" gezwungen sieht, sein Engagement beim zweimaligen DEL-Vizemeister (1999, 2007) zu beenden.

"Das war nicht absehbar. Die Signale in den vergangenen Tagen waren positiv. Das ist ein unschönes Ende und eine Belastung für die Liga", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke. Die Füchse Duisburg hatten vor kurzem für die kommende DEL-Saison bereits ihren Rückzug erklärt, bei einem wahrscheinlichen Aus der Ice Tigers würde die DEL auch nur mit 14 Clubs spielen, so Tripcke. "Es bleibt aber dabei, dass der Zweitliga-Meister aufsteigen kann und darf, wenn er die Voraussetzungen erfüllt."

Den Ice Tigers bleibt einstweilen nur noch eine kurze Gnadenfrist, um die Insolvenz doch noch abzuwenden. "Bisher besteht keine weitere Option zur Übernahme der GmbH durch andere Investoren", sagte Club-Sprecher Ralf Kissau. Sollte in den kommenden zwei Wochen kein Geldgeber gefunden werden, der den Etat für die kommende Saison deckt und die Verbindlichkeiten ausgleicht, will Insolvenzverwalter Volker Böhm das Insolvenzverfahren eröffnen. Damit würden der Verein seine Spielberechtigung in der DEL verlieren.

mti/sid



© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.