Depressionen Ex-Olympiasieger Ljungberg begeht Selbstmord

Noch Anfang der Woche war Mikael Ljungberg zum Sportdirektor des schwedischen Ringerverbandes ernannt worden. Alles schien sich zum Guten zu wenden. Aber die Depressionen, unter denen der Olympiasieger von Sydney litt, waren zu stark. Der 34-Jährige nahm sich in einer Klinik das Leben.


Olympiasieger Ljungberg (oben, 2000 in Sydney): Einer der besten Ringer aller Zeiten
AFP

Olympiasieger Ljungberg (oben, 2000 in Sydney): Einer der besten Ringer aller Zeiten

Göteborg - Wie der schwedische Ringer-Verband heute bekannt gab, hatte sich Ljungberg zur Behandlung seiner Erkrankung in einem psychiatrischen Krankenhaus in der Nähe von Göteborg befunden. Dort habe er Selbstmord begangen, hieß es in der offiziellen Mitteilung. Verbandschef Tony Stigsson sprach von einem "tragischen Ereignis".

Ljungberg hatte 2000 in Sydney olympisches Gold im griechisch-römischen Stil in der Klasse bis 97 Kilogramm errungen. Schon vier Jahre zuvor war er in Atlanta in der Kategorie über 100 Kilogramm Dritter geworden.

Der Schwede, der nur 34 Jahre alt wurde, galt als einer der besten Ringer überhaupt und gewann zudem jeweils zweimal Gold bei Welt- und Europameisterschaften. Im Januar 2002 musste Ljungberg seine Karriere wegen anhaltender Rückenprobleme beenden. Die Verletzung hatte er sich in Sydney im Kampf um Gold zugezogen.



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