Deutsche Athleten Beachvolleyballerinnen siegen, Ruderer Hacker weiter

Durchwachsener Olympia-Auftakt: Säbelfechterin Alexandra Bujdoso und Juliane Schenk im Badminton verloren ihre Duelle. Judoka Michaela Baschin scheiterte in der Hoffnungsrunde. Ruderer Marcel Hacker kam locker weiter, zwei deutsche Beachvolleyball-Damen starteten erfolgreich.


Hamburg - Stephanie Pohl und Okka Rau haben zum Auftakt des olympischen Beachvolleyball-Turniers für den ersten deutschen Sieg gesorgt. Das Duo aus Hamburg feierte einen 2:0 (21:17, 21:19)-Erfolg gegen die Kubanerinnen Imara Esteves Ribalta und Milagros Crespo Valle. Die Olympia-Fünften von Athen 2004 verschafften sich damit eine gute Ausgangsposition für den Einzug in das Achtelfinale.

Ruderer Hacker: Einzug ins Viertelfinale
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Ruderer Hacker: Einzug ins Viertelfinale

Michaela Baschin hat in der Hoffnungsrunde knapp gegen die Russin Ljudmilla Bogdanowa verloren und scheidet damit im Kampf um eine Medaille aus. Die 24-Jährige verlor zuvor ihren Drittrundenkampf in der Halle der Universität für Wissenschaft und Technik gegen die kubanische Ex-Weltmeisterin Yanet Bermoy durch einen Punktabzug wegen Passivität (Shido). Ihren ersten Kampf gegen die Algerierin Meriem Moussa gewann sie mit einem halbem Punkt (Waza-Ari).

Marcel Hacker ist zum Auftakt der olympischen Ruder-Regatten ohne Probleme ins Viertelfinale eingezogen. Der deutsche Einer-Meister musste sich im Vorlauf im Shunyi Park allerdings dem schwedischen WM-Sechsten Lassi Karonen deutlich geschlagen geben. Vor Hacker hatte bereits der neuseeländische Weltmeister und Olympia-Favorit Mahe Drysdale mit einem Vorlaufsieg das Viertelfinale erreicht.

Säbelfechterin Alexandra Bujdoso ist in der zweiten Runde des olympischen Damensäbel-Turniers mit 6:15 Treffern an der Favoritin Tan Xue gescheitert. Die Chinesin ist aktuelle Vize-Weltmeisterin und war 2004 Olympia-Zweite. Bujdoso konnte den Kampf nur bis zum 4:4 offenhalten. "Dann hat der Obmann vier Treffer für Tan gegeben, obwohl sie beim Angriff abgestoppt hat und die Treffer deswegen nicht hätten zählen dürfen", sagte die einzige deutsche Säbelfechterin bei den Olympischen Spielen. In der ersten Runde hatte die angehende Sportsoldatin die Kanadierin Julie Cloutier souverän mit 15:2 geschlagen.

Die zweimalige EM-Dritte Juliane Schenk ist zum Auftakt des olympischen Badmintonturniers, wie schon in Athen 2004, in der ersten Runde ausgeschieden. Die 25-Jährige musste sich der Indonesierin Maria Kristin Yulianti nach hartem Kampf unglücklich 21:18, 13:21, 20:22 geschlagen geben.

Dabei hatte Schenk im dritten Satz beim Stand von 20:19 einen Matchball, nachdem sie zuvor einen 15:18-Rückstand noch aufgeholt hatte. Im Dameneinzel ist von den deutschen Teilnehmern damit nur noch Huaiwen Xu vertreten. Die Europameisterin trifft am Sonntag nach einem Auftakt-Freilos in der zweiten Runde auf die Finnin Anu Nieminen.

Dem deutschen Vielseitigkeits-Team ist am ersten Tag der olympischen Pferdesport-Wettbewerbe in Hongkong ein ordentlicher Auftakt geglückt. Nach zwei von fünf Startern in der Dressur liegt der Team-Weltmeister auf Rang vier (97.90 Minuspunkte). Es führt Australien (67.40) vor den USA (85.80) und Schweden (93.50). In der Einzelwertung liegt Frank Ostholt (44.60 Minuspunkte) mit seinem Pferd "Mr. Medicott" auf Platz fünf, Peter Thomsen mit "The Ghost of Hamish" auf Rang 18 (53.30). Führender ist der Australier Lucinda Fredericks auf "Headley Britannia" (30.40).

Die Medaillenhoffnungen von Yngling-Seglerin Ulrike Schümann und ihrer Crew haben zum Auftakt der olympischen Regatten in Qingdao einen Dämpfer erhalten. Die dreimalige Vize-Weltmeisterin kam in den ersten beiden Wettfahrten nicht über die Ränge acht und sieben hinaus und muss sich auch in der Gesamtwertung zunächst mit einem achten Rang begnügen.

"Ich denke, dass wir uns schon ein Streichergebnis geleistet haben. Um eine Medaille zu holen, müssen wir jetzt wohl in jedem Rennen unter die ersten fünf kommen", sagte Schümann. Das Reglement sieht vor, dass das schlechteste Ergebnis in einer der zehn Wettfahrten vor dem abschließenden Medaillenrennen der zehn besten Teams für das Gesamtranking nicht berücksichtigt wird.

Die Siege in den ersten beiden Yngling-Rennen sicherten sich die Australierin Krystal Weir und Mandy Mulder aus den Niederlanden. In der Gesamtwertung führt nach einem zweiten und einem dritten Rang die britische Welt- und Europameisterin Sarah Ayton vor Jennifer Provan (Kanada) und Mulder.

kna/sid/dpa



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