Deutsche Leichtathleten Wer konnte sich qualifizieren?


Sydney - Das deutsche Stabhochsprung-Trio Tim Lobinger (Köln), Danny Ecker (Leverkusen) und Michael Stolle (Leverkusen) gab sich in der Qualifikation keine Blöße und zog souverän in das Finale ein. Lobinger übersprang 5,65 Meter, während die beiden Leverkusener jeweils 5,70 Meter überwinden konnten. Stabhochsprunglegende Sergej Bubka dagegen riss dreimal seine Anfangshöhe (5,70) und hat damit das Endkampf am Freitag, in dem er seinen großen Schlusspunkt setzten wollte, verpasst.

Ohne Probleme hatte zuvor Kugelstoß-Olympiasiegerin Astrid Kumbernuss (Neubrandenburg) mit 18,90 Meter die Qualifikation überstanden: "Ich habe nichts gesehen, was mich beunruhigt hätte." Ihre große Herausforderin Larissa Peleschenko, bislang einzige 21-Meter-Stoßerin in diesem Jahr, qualifizierte sich mit 19,08 Meter für das Finale. Nach Problemen in der Vorbereitung machte auch die WM-Zweite Nadine Kleinert-Schmitt (Magdeburg) den Endkampf perfekt.

Als vierte Medaillenkandidatin gesellte sich nach der Hammerwurf-Qualifikation Kirsten Münchow dazu. Die deutsche Rekordhalterin aus Frankfurt war mit 67,64 Meter Beste ihrer Qualifikationsgruppe und kann nach dem Dopingfall von Rumäniens Weltrekordlerin Mihaela Melinte durchaus ein Wort im Kampf um Bronze mitreden. Weltmeisterin Melinte war bei einer Trainingskontrolle in Italien positiv auf das Anabolikum Nandrolon getestet worden und wurde von Offiziellen an der Wettkampfstätte aufgefordert, die Anlage zu verlassen.

Während Europameister Damian Kallabis (Berlin) als einer von vier Zeitschnellsten mit Problemen den Vorlauf über 3000-Meter-Hindernis überstand, kam für Petra Wassiluk im 10.000-Meter-Vorlauf das Aus. Die deutsche Meisterin aus Darmstadt enttäuschte in 33:23,03 Minuten und war absolut chancenlos.



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