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Olympia-Team in Hamburg Heimkehr der Party-Athleten

Es ist ein triumphaler Empfang. Tausende Menschen begrüßen in Hamburg das deutsche Olympia-Team. Die Mannschaft erreichte den Hafen auf der MS Deutschland. Zuvor feierten die Athleten auf dem Schiff eine wilde Abschlussparty.

Hamburg - Willkommen zu Hause! Die deutschen Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele in London sind am Mittwochmorgen in Hamburg eingetroffen. Tausende Zuschauer begrüßten sie am Kreuzfahrtterminal in der HafenCity, wo die MS Deutschland mit 217 der 392 Olympiastarter an Bord gegen 10.15 Uhr anlegte.

36 Stunden hatte die Überfahrt von London nach Hamburg gedauert, zu der der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) die Olympiateilnehmer, ihre Freunde und Verwandten eingeladen hatte. Die Überfahrt sei "ein Stück Belohnung für die Athleten", sagte Michael Vesper, Generaldirektor des DOSB.

Auf dem Schiff feierten die Sportler - verdientermaßen - eine wilde Party, an deren Höhepunkt der 138 Kilogramm schwere Gewichtheber Almir Velagic auf eine zwei Meter hohe Bronzestatue am Beckenrand kletterte und mit seinem Sprung in den Pool des Luxusschiffs eine gewaltige Fontäne auslöste. Wer am besten feiern kann, verriet Vielseitigkeitsreiter Peter Thomsen: "Auf dem Schiff haben die Hockeyspieler gewonnen, im Deutschen Haus waren wir aber unschlagbar."

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Empfang in Hamburg: Heimkehr der Olympia-Helden

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Das konnte Jan-Philipp Rabente, Doppeltorschütze beim Sieg der Hockey-Herren, bestätigen: "Auf dem Schiff haben wir alles Sportliche ausgeblendet. Die Diskussion um die Frage, ob unser Siegtor regelwidrig war oder nicht - vergessen." "Diejenigen, die aus unserer Olympia-Mannschaft nicht auf dem Schiff waren, haben etwas verpasst. Die Spiele sind vorbei. Enttäuschung, Freude, alles war dabei. Jetzt verarbeiten wir gemeinsam", sagte Fechterin Monika Sozanska. Und Turner Fabian Hambüchen, Silbermedaillen-Gewinner am Reck, freute sich über die Begrüßung: "Wir waren in London total abgeschottet und haben von der Stimmung nicht viel mitbekommen. Es ist toll, hier in Hamburg so großartig empfangen zu werden."

Hockeyspielerin Janne Müller-Wieland konnte die Party auf dem Schiff aber nicht über das frühzeitige Scheitern ihres Teams in London hinwegtrösten: "Unser Abschneiden war mehr als enttäuschend. Deshalb ist es überwältigend, wie viele Menschen an einen Arbeitstag um zehn Uhr gekommen sind, um uns trotz allem zu feiern", sagte sie SPIEGEL ONLINE.

Insgesamt 25 Olympiasieger navigierte Kapitän Andreas Greulich in den Hamburger Hafen, wo sie von Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz in Empfang genommen wurden. Gemeinsam mit DOSB-Präsident Thomas Bach verabschiedete er die Athleten offiziell in den verdienten Urlaub.

psk/fri/sid/dpa
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