Sport-Wirtschaft Deutsche Profi-Ligen boomen

Die Fußball-Bundesligen geben in Deutschland den Ton an - doch auch bei den anderen Sportarten läuft es wirtschaftlich gut. Die Handball-Bundesliga verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Rekordgewinn, BBL und DEL konnten ihre Umsätze deutlich steigern.

Kölner DEL-Profis: Eishockey-Liga steigert Umsatz erneut
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Kölner DEL-Profis: Eishockey-Liga steigert Umsatz erneut


Hamburg - Obwohl die Fußball-Bundesliga und die zweite Liga die mediale Sportberichterstattung dominieren, stehen auch die anderen deutschen Profi-Ligen wirtschaftlich gut da. Die 3. Fußball-Liga, die Basketball-Bundesliga (BBL) und die Deutsche Eishockey Liga (DEL) verzeichneten im Geschäftsjahr 2012/2013 teils große Umsatzsprünge. Der Handball-Bundesliga (HBL) gelang mit 3,1 Millionen Euro ein Rekordgewinn - trotz eines leichten Umsatzrückgangs.

Die Ergebnisse stammen aus dem "6. Finanzreport deutscher Profisportligen" der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte und der Hochschule Koblenz. Demnach kamen die vier Ligen zusammen auf einen Gesamtumsatz von 384 Millionen Euro, zehn Prozent mehr als im Jahr zuvor. Transfererlöse oder -ergebnisse werden in der Studie ausgeklammert.

"Trotz der dominierenden medialen Präsenz des Fußballs in Deutschland beobachten wir eine insgesamt steigende wirtschaftliche Entwicklung in den anderen großen Profisportligen", sagte Karsten Hollasch, Leiter der Sport Business Gruppe bei Deloitte. Insbesondere die BBL beeindrucke "mit einer Erlössteigerung um 75 Prozent innerhalb von nur fünf Jahren", so Hollasch. Allein im abgelaufenen Geschäftsjahr schafften die BBL-Clubs ein Umsatzplus von 13 Prozent auf 86,6 Millionen Euro. Der Gewinn lag bei 2,7 Millionen Euro.

Das Umsatzwachstum in der 3. Fußball-Liga fiel mit 21 Prozent auf 121,9 Millionen Euro noch stärker als bei den Basketballern aus. Doch mit einem Verlust von 11,4 Millionen Euro hatte die Liga das schlechteste Ergebnis ihres Bestehens. Die DEL blieb im Umsatzranking mit 91,9 Millionen Euro (plus sieben Prozent) auf Rang zwei. Die HBL rutschte um drei Prozent auf 83,6 Millionen Euro ab und fiel damit erstmals hinter die BBL zurück.

Den größten Anteil am Umsatz haben bei allen vier Ligen die kommerziellen Erlöse (Sponsoring, Marketing, Tickets). Die Kostentreiber waren die Personalausgaben, die zwischen 51 Prozent (3. Liga) und 65 Prozent (HBL) lagen.

max/dpa/dpa-AFX



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