Verletzter NBA-Star Mavericks verlieren ersten Test ohne Nowitzki

Dirk Nowitzki hat das erste Testspiel der Dallas Mavericks verpasst. Der Superstar musste bei der Niederlage gegen Houston wegen einer Hüftprellung zuschauen. Ein neuer Hoffnungsträger des Teams überzeugte sofort als bester Punktesammler.

Mavericks-Zugang Parsons: 14 Punkte im Testspiel gegen Houston
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Mavericks-Zugang Parsons: 14 Punkte im Testspiel gegen Houston


Hamburg - Ohne den angeschlagenen Superstar Dirk Nowitzki haben die Dallas Mavericks ihr erstes Vorbereitungsspiel in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA verloren. Der Meister von 2011 unterlag den Houston Rockets 108:111. Wie lange Nowitzki wegen seiner Prellung an der rechten Hüfte aussetzen muss, ließ Dallas-Coach Rick Carlisle zunächst offen. "Dirk geht es besser. Er macht leichte Fortschritte", sagte der Trainer. "Ich weiß nicht, wie sein Zeitplan aussieht, um ins Training zurückzukehren."

Das texanische Duell mit Houston war bis kurz vor Schluss ausgeglichen. 0,2 Sekunden vor Ende foulte Jae Crowder, Small Forward der Mavericks, Gegenspieler Kostas Papanikolaou bei einem Dreipunktewurf. Der Grieche traf alle drei Freiwürfe und sicherte Houston den Sieg.

Bei Dallas kamen 16 Spieler zum Einsatz, am erfolgreichsten war der aus Houston gekommene Zugang Chandler Parsons. Er erzielte 14 Punkte in 24 Minuten und traf zwei von vier Dreipunktewürfen. Shooting Guard Monta Ellis kam auf 13 Punkte. "Es wird anders laufen, wenn Dirk auf dem Feld steht", sagte Ellis: "Für das erste Spiel war es okay. Wir hatten Aufs und Abs, alles andere war positiv." Das nächste Testspiel von Dallas findet am Freitag gegen Oklahoma City Thunder statt.

Von "Irk" zu Dirk
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Einfach nur Dirk: In fast 16 Jahren in der NBA hat sich Dirk Nowitzki seinen Status als einer der besten Spieler der Basketball-Geschichte erarbeitet. In den USA nennen sie die größten Sporthelden nur mit Vornamen. Nowitzki ist einer von ihnen.

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Schließlich ist er einer der besten Basketballspieler der Welt. Als erstem europäischen Spieler gelang es dem 2,13 Meter großen Power Forward in der NBA, mehr als 20.000 Punkte zu erzielen. Mittlerweile kommt er auf mehr als 29.000 Zähler und liegt damit in den Top-Ten der Liga-Geschichte.

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Dabei erlebte Nowitzki einen schweren Start in den USA. Anfang 1999 kam er als 20-Jähriger in die NBA und hatte zunächst große Probleme, sich an das Niveau zu gewöhnen. Oft wurde er verspottet, oft wurde er "Irk" genannt - ohne "D" für Defense.

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Doch Nowitzki schloss mit seinem vielseitigen Spiel zu den NBA-Superstars auf und wurde zu einer beständigen Größe der Dallas Mavericks.

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Die Popularität des "German Wunderkind" stieg nicht nur bei den Fans in Dallas und Deutschland. Von 2002 bis 2012 war er immer Allstar und immer in einem der drei All-NBA-Teams vertreten.

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Gemeinsam mit seinen Freunden Steve Nash und Michael Finley machte Nowitzki die Mavericks zu einem Gewinnerteam. 2001 stand der Klub zum ersten Mal seit elf Jahren wieder in den Playoffs. Danach verpasste Nowitzki nur 2012/2013 die Endrunde um die Meisterschaft.

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Auch mit der deutschen Nationalmannnschaft feierte Nowitzki Erfolge. 2002 holte die DBB-Auswahl bei der Weltmeisterschaft Bronze, 2005 bei der EM sogar Silber. Bei beiden Turnieren bekam Nowitzki die Auszeichnung zum MVP.

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Als seinen persönlichen Höhepunkt nennt Nowitzki immer die Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking. Nowitzki war bei der Eröffnungszeremonie in Peking sogar Fahnenträger. In den Jahren danach spielte er seltener für Deutschland, um sich für die harte NBA-Saison zu schonen.

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Zu diesem Zeitpunkt hatte er schon schwere Rückschläge einstecken müssen. 2006 verspielte er mit den Mavs im Finale gegen die Miami Heat eine 2:0-Führung - ein Tiefpunkt in der Karriere des Deutschen.

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Ein weiterer folgte schon ein Jahr später: Trotz der besten Regular-Season-Bilanz der gesamten NBA (67:15) schieden die Mavericks in der ersten Playoff-Runde gegen die Golden State Warriors aus (2:4). Nowitzki spielte schwach, dabei hatte er in der Saison noch überragt.

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Für seine Leistungen in der regulären Saison 2006/2007 wurde er als erster Europäer als MVP ausgezeichnet.

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Nowitzki erreichte in den folgenden Jahren wiederum Top-Niveau und bewies, dass er ein Team führen kann. Obwohl das Team in den Playoffs nicht mehr weit kam, verlängerte er 2010 um weitere vier Jahre. Für seine Treue wurde er 2011 mit dem NBA-Titel belohnt.

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"Ich kann es nicht fassen": NBA-Meister, wertvollster Spieler der Finalserie - all das war für Dirk Nowitzki kurz nach dem entscheidenden sechsten Spiel in Miami zu viel. In der Serie gegen die favorisierten Heat wurde Nowitzki endgültig zur Basketball-Legende.

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In seiner Heimatstadt Würzburg gab es einen riesigen Empfang für den damals 33-Jährigen. Zehntausende nahmen an der Parade zu Nowitzkis Ehren teil.

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Auch in Zukunft wird Nowitzki für die Dallas Mavericks spielen. Im Sommer 2014 verlängerte der mittlerweile 36-Jährige erneut, diesmal um weitere drei Jahre.

cte/dpa/sid



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