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24. September 2017, 23:50 Uhr

Sport-Stars gegen Trump

NFL-Profis bleiben aus Protest in der Kabine

Sie standen während der Hymne Arm in Arm am Spielfeldrand, knieten oder kamen gar nicht erst auf das Feld. Quer durch die Liga haben NFL-Profis gegen Äußerungen von Donald Trump protestiert. Der legte noch einmal nach.

Am dritten Spieltag der National Football League (NFL) haben zahlreiche Spieler ein Zeichen gegen Äußerungen von US-Präsident Donald Trump gesetzt. Während der Nationalhymne knieten sie an der Seitenlinie, standen Arm in Arm zusammen - oder blieben in der Kabine.

Trump hatte Klub-Besitzer dazu aufgefordert, Spieler zu entlassen, die während der Nationalhymne gegen Rassendiskriminierung und Polizeigewalt protestierten. "Würdet ihr es nicht lieben, wenn jemand unsere Flagge verachtet und der Eigner darauf sagt, 'nehmt den Hurensohn vom Feld. Er ist gefeuert. Er ist gefeuert'", sagte er. Trump hatte außerdem zum Boykott der Liga aufgerufen.

Quarterback Colin Kaepernick hatte den Protest vor etwa einem Jahr begonnen, als er statt wie üblich zu stehen während der Nationalhymne kniete. Kritiker wie Trump sehen darin eine Respektlosigkeit gegenüber der amerikanischen Flagge.

Bevor sich Trump am Wochenende zu Wort meldete, war der Protest noch verhältnismäßig klein. An den ersten beiden NFL-Spieltagen hatten nur vereinzelt Spieler während der Hymne aus Protest gesessen, gekniet oder ihre Faust gehoben. Doch die Kritik von Spielern, die auf Trumps Äußerungen folgten, war gewaltig. Möglicherweise hat der US-Präsident diese Wucht unterschätzt. Deshalb waren die Reaktionen am Spieltag mit Spannung erwartet worden. Und der Protest weitete sich aus: Mehr als hundert Spieler saßen oder knieten während der Hymne.

Allerdings treffen Trumps Äußerungen bei vielen Fans der NFL auf Zustimmung. Sie finden es ebenfalls respektlos, dass Spieler während der Hymne nicht aufstehen. Kaepernick wurde in der vergangenen Saison in gegnerischen Stadien ausgebuht, auch nun gab es an vielen Orten Pfiffe, die sich mutmaßlich gegen die Spieler richteten, die protestierten.

Auch Trump meldete sich erneut zu Wort. In einer Twitter-Nachricht schrieb er, Stehen mit eingehakten Armen sei "gut", Knien sei hingegen "nicht akzeptabel". Außerdem verbreitete er einen Post, der zum Boykott der NFL aufrief. Kurze Zeit später legte er noch einmal nach und schrieb, dass "tapfere Patrioten für unsere großartige amerikanische Flagge kämpften und starben" - deshalb müsse sie respektiert und geehrt werden. Gegenüber Journalisten sagte Trump am Sonntag, es gehe um nichts anderes als "Respekt für unser Land".

Einige Reaktionen im Überblick:

ehh

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