WM-Vorbereitung Tödlicher Ruder-Unfall wegen defekten Bootes

Der tragische Unfall eines weißrussischen Ruderers geht auf einen technischen Defekt seines Bootes zurück. Der 33 Jahre alte Behindertensportler war nach dem Kentern in der Donau ertrunken.

Taucher suchten die Donau nach dem ertrunkenen Ruderer ab
Bayer DPA

Taucher suchten die Donau nach dem ertrunkenen Ruderer ab


Der tödliche Unfall eines behinderten Sportlers aus Weißrussland bei den Vorbereitungen zur Ruder-Weltmeisterschaft in Österreich ist auf ein defektes Sportgerät zurückzuführen.

Eine Stabilisationsvorrichtung am Boot sei gebrochen gewesen, teilte die Polizei mit. Dadurch sei das Boot gekippt. Der 33 Jahre alte querschnittsgelähmte Dimitri Ryschkewitsch galt laut Polizei als guter Schwimmer. Warum er nach dem Kentern auf der Donau dennoch untergegangen ist, ist noch unklar.

Der Ruderer war am Mittwoch mit seinem Einer im Training auf der Donau-Regattastrecke Ottensheim bei Linz beim Wendepunkt umgekippt. Er konnte sich aus den Sicherungen am Sitz und an den Füßen selbstständig befreien. Kurz vor dem Eintreffen der Rettungskräfte ging Ryschkewitsch plötzlich unter. Der Mann konnte von Tauchern nur noch tot geborgen werden.

Das Ruderboot wurde sichergestellt. Es zeigte sich, dass einer der seitlich am Boot zur Schwimmstabilisierung angebrachte Arme gebrochen war. Bei der Ruder-WM vom 25. August bis 1. September finden auch Wettbewerbe im Behindertensport statt.

Andrew Parsons, der Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), reagierte mit Bestürzung auf das Unglück: "Ich bin absolut fassungslos über diese schreckliche Tragödie." "Wir sind alle schockiert über diese Nachricht, und zu diesem Zeitpunkt sind die Gedanken der gesamten Paralympischen Bewegung bei der Familie, den Freunden, Teamkollegen des Athleten und bei unseren Kollegen im Nationalen Paralympischen Komitee von Weißrussland."

Der tödlich verunglückte Ruderer stand vor seiner bereits dritten WM-Teilnahme in der sogenannten PR1 M1x-Klasse. Er hatte zuvor an den Titelkämpfen 2014 in Amsterdam und 2015 im französischen Aiguebelette teilgenommen.

aha/dpa

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