Dopingsünder Armstrong verweigert Zusammenarbeit mit Usada

In der Vorwoche noch reuig, jetzt schon wieder widerborstig: Lance Armstrong geht auf Konfrontationskurs zur US-Anti-Doping-Agentur Usada. Er werde mit den Ermittlern nicht zusammenarbeiten, sagte sein Anwalt. Stattdessen bot Armstrong dem Radsport-Weltverband UCI seine Kooperation an.
Ex-Radstar Armstrong: Ein Korb für die Usada

Ex-Radstar Armstrong: Ein Korb für die Usada

Foto: dapd

Hamburg - Der ehemalige Radstar Lance Armstrong hat der amerikanischen Anti-Doping-Agentur Usada hinsichtlich eines tiefergehenden Dopinggeständnisses eine Absage erteilt. Vielmehr plane der Texaner, mit Verantwortlichen des Radsport-Weltverbands UCI oder der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) zu kooperieren.

Die Usada habe nicht die Autorität, die Dopingermittlungen voranzutreiben, teilte Armstrongs Anwalt Tim Herman nach Informationen der Nachrichtenagentur AP in einem Schreiben an die Usada mit. Die Anti-Doping-Agentur, durch deren Ermittlungen Armstrong erst aufgeflogen war, hatte dem früheren Radstar eine Deadline bis zum 6. Februar gesetzt.

Um das Ziel einer Säuberung des Radsports zu erreichen, müsse die Wada oder die UCI die Gesamtverantwortung tragen, teilte Herman mit. Demnach beabsichtige Armstrong eine Zusammenarbeit mit der von der UCI geplanten Wahrheits- und Versöhnungskommission, die in Zusammenarbeit mit der Wada agieren soll. Die genauen Eckpunkte des neuen Gremiums sollen am Montag bekanntgegeben werden.

Die UCI-Kommission gilt allerdings als heftig umstritten, da der Radsport-Weltverband selbst seit Jahren unter dem Verdacht steht, von Armstrongs Doping gewusst und es gedeckt zu haben.

aha/dpa
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