Ertappter Sprinter Dopingsünder Powell setzt Karriere fort

Seine positive Dopingprobe habe ihn zum Nachdenken bewegt, sagt Top-Sprinter Asafa Powell - an ein Karriereende denke er aber nicht. Der Jamaikaner will in Zukunft wieder um WM- und Olympisches Gold kämpfen: "Es gibt noch viel zu erreichen."

Asafa Powell: "Ich habe viel nachgedacht"
REUTERS

Asafa Powell: "Ich habe viel nachgedacht"


Hamburg - Der jamaikanische Ex-Weltrekordler Asafa Powell will seine Karriere trotz eines positiven Dopingtests fortsetzen. "Ich habe nie daran gedacht aufzuhören", sagte der 30 Jahre alte Sprinter im jamaikanischen Kingston.

Er werde alles daransetzen, seinen Namen reinzuwaschen und seine Karriere fortzuführen. Powell, dessen Bestzeit über 100 Meter bei 9,72 Sekunden steht, wurde vor knapp zwei Wochen positiv auf das verbotene Doping-Stimulanzmittel Oxilofrin getestet. Die Analyse der B-Probe steht noch aus.

"Ich war von der Nachricht geschockt und habe viel nachgedacht", sagte Powell, "aber ich habe nie daran gedacht, aufzugeben. Ich bin weiter im Training und arbeite hart. Es gibt noch viel zu erreichen."

Die Weltmeisterschaft im russischen Moskau (10. bis 18. August) wird der zweimalige Bronzemedaillengewinner aber definitiv verpassen. "Aber in zwei Jahren ist wieder eine WM, danach sind Olympische Spiele", sagte Powell, der seine Unschuld beteuert.

Ebenso wie Powell will auch die ebenfalls positiv getestete Sherone Simpson ihre Karriere fortsetzen.

luk/sid

insgesamt 11 Beiträge
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bssh 25.07.2013
1. ?
"Ich war von der Nachricht geschockt und habe viel nachgedacht": was will er uns damit sagen? Geschockt erwischt worden zu sein? Und worüber hat er nachgedacht? Wo und bei wem er bessere, noch nicht nachweisbare Mittel finden kann, damit er noch mithalten kann in zwei Jahren mit dann 32?
maxehaxe 25.07.2013
2. Jaja...
In einem früheren Artikel hab ich gelesen, er hat die Schuld auf seinen Arzt geschoben. "Ich habe jemandem vertraut und wurde betrogen" hieß es da. Der Betrug in diesen Ausdauersportarten an Zuschauern und fairen Sportlern ist fast nicht so schlimm wie die tagtägliche Heuchelei. Aber die Radfahrer sind da genauso Schlimm.
juttaku 25.07.2013
3. Da ist die Dopingpause wohl einkalkuliert
...die Risiko-Nutzen Abwägung ist wohl noch positiv. Erstmal müssen muss es erwiesen werden und die Sperrzeit wird man auch schon irgendwie sinnvoll rumbekommen.
eltribun 25.07.2013
4.
meiner Meinung nach sollten erwischte Athleten bei EINDEUTIGER UND UNZWEIFELHAFTER Beweislage bei Erstverstoß MINDESTENS 4 Jahre gesperrt werden. Für manche Athleten bedeutet das so schon Karriereende und anderen gibt es die Chance, etwas daraus zu lernen . Bei erneuten Verstoß dann unbefristete Sperre. Warum sollten Sportler ins Gefängnis wandern und mehrfach vorbestrafte Gewalttäter frei umher laufen, was sie zum Teil ja leider auch tun? Das Geld ist der neuralgische Punkt, da muss noch mehr passieren in Sachen Strafen!
Noize 25.07.2013
5. Moral?
Warum sollte er auch aufhören. Es wird doch nicht anders in der Welt vorgelebt. Man den größten Bockmist verzapfen, wenn genug Gras über die Sache gewachsen ist, fängt man wieder von vorne an.... einfach nur widerlich Lebenslange Sperre ist die einzige Sprache die die verstehen. Und das in alles Sportarten. Schließlich geht es hierbei um viel Geld. Es ist nichts anderes als Betrug.
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