Doping Auch Hammerwerfer Annus verliert Gold

Wie sein Trainingspartner Robert Fazekas, Sieger des olympischen Diskuswerfens, muss Hammerwerfer Adrian Annus seine in Athen gewonnene Goldmedaille abgeben. Der unter Dopingverdacht stehende Ungar war nicht bereit, sich einer vom IOC angeordneten Nachkontrolle zu unterziehen.


REUTERS

Athen - Wie ein Mitglied der IOC-Exekutive heute mitteilte, hat das Internationale Olympische Komitee Annus, 31, seinen Olympiasieg aberkannt.

Zwar bestand der Hammerwerfer aus Ungarn nach dem Wettkampf am vergangenen Sonntag den Dopingtest, allerdings steht er unter Verdacht, diesen manipuliert zu haben. Zur deshalb angeordneten Nachuntersuchung am Freitag war Annus nicht erschienen. Eine verweigerte Kontrolle wird nach den Regularien wie ein positiver Test gewertet.

Schon Annus' Trainingskollege Fazekas, der nach seinem Sieg im Diskuswerfen keinen vollständigen Dopingtest absolviert hatte, hatte seine Goldmedaille zurückgeben müssen. Daraufhin hatten Annus und Fazekas gemeinsam Athen verlassen und waren nach Ungarn zurückgekehrt. Annus erklärte dort überraschend seinen Rücktritt vom Leistungssport.

Auch Kugelstoßerin Irina Korschanenko hatte sich nur kurz über ihren Olympiasieg freuen können. Der Russin wurde Doping mit Stanozolol nachgewiesen.

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