Doping US-Bahnradfahrer Lea für 16 Monate gesperrt

Gegen Bahnradfahrer Bobby Lea wurde eine Dopingsperre verhängt. Der US-amerikanischen Olympiahoffnung droht damit ein Start-Verbot für Rio 2016. In Deutschland gilt indes seit heute ein neues Anti-Doping-Gesetz.

US-Radstar Lea: Wird Dopingmissbrauch zur Last gelegt
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US-Radstar Lea: Wird Dopingmissbrauch zur Last gelegt


Der US-Sportler Bobby Lea ist wegen eines Dopingvergehens für 16 Monate gesperrt worden. Bei Lea war ein verbotenes Schmerzmittel der Oxycodone-Gruppe mit opiaten Wirkstoffen nachgewiesen worden. Der 32-Jährige sei bereits im August bei den US-Meisterschaften in Carson/ Kalifornien überführt worden, schreibt das Internetportal "Cyclingnews".

In einem offenem Brief versuchte der WM-Dritte im Scratch seinen Fehltritt zu erklären: Demnach sei ihm das Medikament mit dem verbotenen Wirkstoff gegen Schmerzen nach Stürzen und gegen Schlaflosigkeit verschrieben worden. Er hätte versäumt, das Präparat mit der aktuellen Dopingliste abzugleichen.

Lea ist von der US-Anti-Doping-Agentur USADA bis Dezember 2016 gesperrt worden. Der Bahnfahrer kündigte bereits an, vor dem Internationalen Sportgerichtshof Cas eine Verringerung der Sperre erwirken zu wollen. So hofft er 2016 an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro teilnehmen zu können, nachdem er bereits in Athen, Peking und London an den Start gegangen war.

Seit dem heutigen Tag ist in Deutschland das lange umstrittene Anti-Doping-Gesetz in Kraft getreten. "Dieses Gesetz war überfällig", sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Die Gesetzesnovelle stellt Selbstdoping ebenso unter Strafe wie den Besitz entsprechender Substanzen. Der neue Sanktionskatalog sieht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren vor, Hintermänner organisierten Dopings müssen in besonders schweren Fällen gar mit bis zu zehn Jahren Haft rechnen.

lst/dpa



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