Doping bei Olympia Radfahrerin Isabel Moreno positiv getestet

Erster Dopingfall bei den Spielen: Die Spanierin Maria Isabel Moreno wurde im Olympischen Dorf vor Beginn der Wettbewerbe positiv auf Epo getestet, wie das Internationale Olympische Komitee bekanntgab. Sie ist bereits aus China abgereist.


Hamburg - Die spanische Radfahrerin Maria Isabel Moreno hat für den ersten Dopingfall bei den Olympischen Spielen in Peking gesorgt. Wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) mitteilte, wurde die 27-Jährige bereits am 31. Juli bei einer Kontrolle im Olympischen Dorf positiv auf das Blutdopingmittel Epo getestet. Moreno wollte am Mittwoch im Einzelzeitfahren an den Start gehen, sie galt als Medaillenhoffnung.

Frauen-Peloton: Erster Dopingfall bei Olympia
AP

Frauen-Peloton: Erster Dopingfall bei Olympia

Nach dem Entzug ihrer Akkreditierung ist Moreno noch am Tag der Kontrolle in ihre Heimat zurückgeflogen: "Moreno hat nach dem Test am Abend Peking schon wieder verlassen, ohne zu wissen, wie das Ergebnis ausfällt", sagte IOC-Sprecherin Giselle Davies. Das IOC habe die Angelegenheit an den Radsport-Weltverband UCI weitergeleitet.

In der Geschichte der Olympischen Spiele ist es der dritte Dopingfall im Radsport. Bei den Spielen in München 1972 wurden der Niederländer Aad van den Hoek und der Spanier Jaime Huelamo positiv auf die Substanz Coramin getestet.

In Athen vor vier Jahren wurde zudem der Amerikaner Tyler Hamilton nach seinem Triumph im Zeitfahren positiv auf Blutdoping getestet. Da die B-Probe aber fehlerhaft gelagert wurde, durfte der Amerikaner sein Gold behalten. Allerdings wurde er auch nach seinem Sieg bei der 8. Etappe der Vuelta 2004 positiv auf Fremdblutdoping getestet. Aufgrund des Dopingverdachts kündigte ihm sein damaliges Team Phonak.

Bei den Athen-Spielen 2004 hat es insgesamt 23 Doping-Fälle gegeben. In Peking werden 4500 Kontrollen vorgenommen, 25 Prozent mehr als vor vier Jahren.

jar/hut/dpa/sid



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