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01. Februar 2017, 11:56 Uhr

Doping bei Olympischen Spielen 2012

Russische Staffel verliert Silbermedaille

Die russische Frauenstaffel muss Olympia-Silber abgeben. Eine Läuferin war positiv auf ein anaboles Steroid getestet worden. Auch eine Diskuswerferin und ein Boxer wurden erwischt.

Zum zweiten Mal innerhalb von fünf Monaten verliert eine russische 4x400-Meter-Frauenstaffel wegen Dopings ihre olympische Silbermedaille. Die Leichtathletin Antonina Kriwoschapka wurde bei Nachkontrollen von Proben der Olympischen Spiele 2012 positiv getestet, wie das IOC mitteilte.

Bei der verbotenen Substanz handelt es sich um das anabole Steroid Dehydrochlormethyltestosteron (Turinabol). Alle russischen Staffelläuferinnen müssen ihre Medaillen nun zurückgeben, Jamaika rückt auf den Silberrang vor. Auch das russische Frauen-Quartett bei Olympia 2008 in Peking hatte Silber wegen Dopings verloren. Damals war Julia Schermoschanskaja positiv getestet worden.

Wegen Dopings wurden zwei weitere Athleten vom IOC bestraft. Die russische Diskuswerferin Vera Ganejewa hatte in London Rang 23 belegt. Der türkische Boxer Adem Kilicci war in London bis ins Viertelfinale gekommen. Das IOC reanalysiert derzeit mehr als 1000 Dopingproben von den Sommerspielen 2008 und 2012 mit neuen Methoden.

bka/dpa

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