Doping Box-Champion muss Gürtel abgeben

Schwergewichts-Weltmeister James Toney hat nach einem positiven Dopingtest seinen WBA-Titel wieder verloren. Der 36-Jährige war seit Ende April Titelträger, als er überraschend gegen Titelveteidiger John Ruiz gewonnen hatte.


Ehemaliger Weltmeister Toney (M.) mit Promoter Don King (l.): Alles abgestritten
AP

Ehemaliger Weltmeister Toney (M.) mit Promoter Don King (l.): Alles abgestritten

New York - Bei Toney wurden im anschließenden Dopingtest Spuren des anabolen Steroids Nandrolon gefunden. Offiziell wird der Kampf gegen Ruiz nun von der Athleten-Kommission des Staates New York als "nicht entschieden" gewertet. Toney muss zudem 10.000 Dollar Strafe zahlen und wurde für 90 Tage gesperrt. Noch offen ist die Entscheidung der WBA, deren Reglement eine Zweijahressperre für Dopingsünder sowie die Rückgabe des WM-Gürtels an den vorherigen Champion Ruiz vorsieht.

Toneys Berater Dan Goosen bestätigte heute, sein Schützling habe Medikamente zur Behandlung von Verletzungen genommen, die zu dem positiven Test geführt hätten. Toney selbst bestreitet, jemals Mittel zur Leistungssteigerung eingenommen zu haben.

Der voraussichtlich alte und neue Titelträger Ruiz hatte unmittelbar nach seiner Niederlage gegen Toney seinen Rücktritt erklärt, diese Entscheidung am Mittwoch aber wieder zurückgenommen. "Ich habe zu emotional reagiert. Schließlich bin ich immer noch der Ansicht, dass ich den Kampf nach Punkten gewonnen habe. Mich muss man K.o. schlagen, um mich aus diesem Sport wegzubefördern", erklärte Ruiz.



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