Doping im Sprint Powells Fitnesscoach beteuert Unschuld

Suche nach dem Sündenbock: Der Fitnesstrainer von Topsprinter Asafa Powell hat jede Verantwortung an dem Dopingbefund des Jamaikaners zurückgewiesen. Er habe Powell keinerlei verbotene Substanzen verabreicht, behauptet er. Auch ein weiterer Sprinter aus Jamaika fehlt bei der WM.

Jamaikas Sprint-Ass Powell: Wer ist schuld am Dopingbefund?
REUTERS

Jamaikas Sprint-Ass Powell: Wer ist schuld am Dopingbefund?


Hamburg - Der umstrittene Fitnesstrainer der unter Dopingverdacht geratenen jamaikanischen Leichtathleten Asafa Powell und Sherone Simpson, Christopher Xuereb, hat sich zu Wort gemeldet und jede Schuld von sich gewiesen.

"Beide Athleten sind eindeutig auf der Suche nach einem Sündenbock. Ich habe sie nicht mit verbotenen oder illegalen Substanzen versorgt. Alle von mir empfohlenen Vitaminpräparate wurden in seriösen Läden gekauft und waren große Marken. Die bei mir gefundenen Präparate wurden von der italienischen Polizei als legal befunden. Ich weiß nicht, was die Athleten zusätzlich genommen haben", teilte der Kanadier mit.

Am Dienstag hatte der Manager der beiden Sprintstars den Coach für die positiven Tests verantwortlich gemacht. Es müsse mit den von Xuereb verabreichten Nahrungsergänzungsmitteln zusammenhängen, sagte Paul Doyle der Nachrichtenagentur AP. Man wolle nicht Chris die Schuld für alles geben, aber er sei derjenige gewesen, der die Präparate zur Verfügung gestellt hat.

Der frühere 100-Meter-Weltrekordhalter Powell und Simpson gehören zu den fünf jamaikanischen Leichtathleten, die bei den nationalen Meisterschaften im Juni positiv getestet worden waren.

Im Zuge des Dopingskandals hat die Staatsanwaltschaft Udine ihre Ermittlungen ausgeweitet. Italienische Carabinieri brachten Trainer Stephen Francis von Powells Sprint-Klub in eine Kaserne in der Adria-Ortschaft Lignano Sabbiadoro, um ihn zu befragen. Über Ergebnisse dieser Befragung machte die Polizei zunächst keine Angaben.

Auch ein anderer jamaikanischer Supersprinter wird bei der kommenden WM in Moskau nicht dabei sein. Weltmeister Yohan Blake wird wegen seiner hartnäckigen Verletzung im rechten Oberschenkel seinen Titel über die 100 Meter nicht verteidigen können. "Seine im April erlittene Blessur hat es ihm nicht erlaubt, rechtzeitig wieder in Form zu kommen", gab sein Manager Cubie Seegobin offiziell bekannt.

Der 23 Jahre alte Blake, der 2011 in Daegu/Südkorea gesiegt hatte, nachdem sein Landsmann und Topfavorit Usain Bolt wegen Fehlstarts disqualifiziert worden war, hatte bereits auf seine Teilnahme an den jamaikanischen Trials verzichten müssen.

aha/dpa



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mare56 17.07.2013
1. Usain Bold schweigt?
Er sollte ein Dekret unterstützen, dass sämtliche ertappten Doper von allen Sportverbänden der Welt lebenslänglich gesperrt werden.
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