Russische Whistleblowerin Weltverband stellt Stepanowa Comeback in Aussicht

Julia Stepanowa gilt als wichtigste Kronzeugin im russischen Dopingskandal. Nun steht die 29-Jährige vor ihrem Comeback. Auch eine Teilnahme bei den Olympischen Spielen ist möglich.

Julia Stepanowa
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Julia Stepanowa


Die russische Whistleblowerin Julia Stepanowa gibt womöglich schon bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Amsterdam (7. bis 10. Juli) ihr Comeback. Wie der Weltverband bestätigte, hat die 29 Jahre alte Mittelstreckenläuferin bei der IAAF eine generelle Starterlaubnis beantragt und damit auch die Grundvoraussetzung für einen Start bei den Olympischen Spielen in Rio erfüllt.

Die IAAF teilte mit, den Antrag von einem verbandseigenen Doping-Gremium schnellstmöglich prüfen zu lassen und zu entscheiden, ob Stepanowa die Anforderungen für einen EM-Start erfüllt. "Wir können bestätigten, dass wir einen Antrag von Frau Stepanowa erhalten haben", sagte ein Sprecher.

Das Council des Leichtathletik-Weltverbandes hatte "verdienten Doping-Gegnern" bei der am vergangenen Freitag verkündeten Verlängerung der Suspendierung des russischen Verbandes RUSAF ausdrücklich die Möglichkeit zur Teilnahme an internationalen Wettbewerben unter neutraler Flagge eingeräumt. Die EM ist der erste Wettkampf, für den die neue Regelung gilt.

IOC-Präsident Thomas Bach hatte Stepanowa am Mittwoch eine Hintertür für einen Start in Rio de Janeiro geöffnet. Voraussetzung sei ein entsprechender Antrag der IAAF, der nach erfolgreicher Überprüfung allerdings gestellt werden dürfte.

"Die Frage der Stepanows und hier Julia Stepanowa im Besonderen ist eine Frage, die sich im Moment noch nicht stellt, weil wir ein entsprechendes Anliegen der IAAF, die hier zuvorderst zuständig ist, noch nicht haben", sagte Bach in einem Interview mit ARD und ZDF: "Falls dieses kommen sollte, werden wir es sorgfältig prüfen müssen, wie und ob es mit den Bestimmungen in Einklang zu bringen ist."

Stepanowa und ihr Mann Witali Stepanow, ein ehemaliger Mitarbeiter der russischen Anti-Doping-Agentur Rusada, hatten den Skandal mit ihren Aussagen in der ARD-Dokumentation "Geheimsache Doping" ins Rollen gebracht. Danach verließen die inzwischen 29 Jahre alte Mittelstrecklerin und ihr Mann Russland aus Angst vor Vergeltungsmaßnahmen staatlicher Institutionen und setzten sich an einen geheimen Ort in die USA ab.

bam/sid



insgesamt 9 Beiträge
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Peter Marks 23.06.2016
1. Liebes SPON oder bam/sid Team...
...seid Ihr Beamte geworden oder ahnungslosen Amateure bzw. berufslose Praktikanten mit soz.Hilfe Ergänzung und Angst im Nacken incl. G8 -Abitur geschädigt ?. Ungefähr 28 Sportler wurden beim Doping bei der OlympiadeLondon erwischt, davon ca.8 russische Sportler sind angeblich dabei. Aber was ist mit den Anderen ? Wir warten auf Eure Information zum Thema.
colonium 23.06.2016
2. Gute Idee
Wenn Lance Amstrong über die amerikanischen Dopingpraktiken und das Wegsehen der amerikanischen Antidopingkommision aussagt, könnte man sicher über Amstrongs Start bei Olympia nachdenken. Also auf Lance....
2623 23.06.2016
3. die beiden
hätten es verdient. glaube aber nicht, dass sie wirklich unterstütz werden.
steingärtner 23.06.2016
4. Endlich sauber
Fr. Stepanowa kann ja jetzt bei den US-Leichtathleten lernen, wie man ohne Doping nach einer Dopingsperre schneller ist, als vorher mit Doping. ... "verdienten Doping-Gegnern" ... man fasst es nicht, sie wurde wegen Dopings gesperrt. Nach dieser Definition ist Lance Armstrong ja ein heiliger Dopinggegner. Vielleicht kann er sie ja beraten wie man es richtig macht.
steingärtner 23.06.2016
5. Endlich sauber
Fr. Stepanowa kann ja jetzt bei den US-Leichtathleten lernen, wie man ohne Doping nach einer Dopingsperre schneller ist, als vorher mit Doping. ... "verdienten Doping-Gegnern" ... man fasst es nicht, sie wurde wegen Dopings gesperrt. Nach dieser Definition ist Lance Armstrong ja ein heiliger Dopinggegner. Vielleicht kann er sie ja beraten wie man es richtig macht.
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