Doping im Golf US-Funktionär lehnt Tests ab

In die Golfszene kommt möglicherweise Bewegung, weil die Hüter der Golfregeln derzeit an einem Doping-Code arbeiten. Völlig unnötig, wie mancher Insider meint zu wissen.


Melbourne - Bei der Matchplay-WM im australischen Melbourne wurde neben den sportlichen Ereignissen auch heftige Diskussionen auf Funktionärsebene geführt. Auslöser der Debatten ist die mögliche Einführung von Dopingkontrollen der in dieser Hinsicht bislang völlig unbescholtenen Szene. Tim Finchem, als Vertreter der amerikanischen PGA-Tour in Australien anwesend, hat sich jedoch gegen Dopingtests im Golf ausgesprochen.

"Wir brauchen diese Tests nicht, denn wir haben nicht das Gefühl, dass dies ein dringendes Problem für uns ist", sagte der Amerikaner, der damit auf eine Zeitungsmeldung aus Schottland reagierte, wonach der Royal and Ancient Golf Club in St. Andrews, der Hüter der Golfregeln weltweit, einen Doping-Code ausarbeitet.

Dies sei durch zwei Dinge eingeleitet worden. Zu einen, weil der einstige Weltklassespieler Craig Parry (Australien) behauptet hatte, viele Kollegen würden Betablocker einnehmen. Zum anderen, weil Golf nur so eine Chance habe, eine olympische Sportart zu werden.



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