Doping im Radsport Ascani positiv, Ehrenerklärung für dritte Liga

Die Tour ist vorbei, doch das Thema Doping bestimmt weiter den Radsport. Heute wurde bekannt, dass ein weiterer Fahrer positiv auf Epo getestet wurde. Die Ehrenerklärung des Weltradsportverbandes UCI müssen nun auch unterklassige Teams unterzeichnen

Hamburg - Einer Meldung der Agentur AP zufolge wurde Luca Ascani positiv auf das verbotene Blutdopingmittel Epo getestet. Die Probe des 24-jährige italienischen Zeitfahrmeisters soll bereits am 26. Juni bei den nationalen Meisterschaften abgenommen worden sein, berichtet das Nationale Olympische Komitee Italiens. Sollte sich der Verdacht bestätigen, droht Ascani eine zweijährige Sperre.

Ascani, der für das drittklassige Continental-Team "Aurum Hotels" fährt, hatte am 26. Juni für eine dicke Überraschung gesorgt, als er im Zeitfahren die Profi-Konkurrenten Marco Pinotti (T-Mobile) und Vincenzo Nibali (Liquigas) auf die Plätze zwei und drei verwiesen hatte. Der sportliche Leiter des Teams, Pino Petito, verurteilte das Verhalten Ascanis: "Es gibt keine Entschuldigung und keine Gnade, diese Zeiten sind vorbei. Wir befinden uns am Rande des Abgrundes. Das Team "Aurum Hotels" wurde im Juli aufgrund von finanziellen Engpässen vom italienischen Verband suspendiert.

Der Internationale Radsport-Verband UCI lässt nun auch die Continental-Teams die Ehrenerklärung unterschreiben. Die Anerkennung des Ehrenkodex war bislang nur von den ProTour-Teams gefordert worden, für die Teilnahme an der Tour de France war die Unterzeichnung Bedingung. Die Erklärung beinhaltet auch das Einverständnis, beim Nachweis von Doping als zusätzliche Strafe ein Bußgeld in Höhe eines Jahresgehaltes zu akzeptieren.

Laut UCI haben bislang 641 Fahrer diese Erklärung unterzeichnet.

mig/rtr/AP

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