Ex-Radsport-Teamleiter De Rooij bestätigt Doping im Team Rabobank

Der ehemalige sportliche Leiter des Radteams Rabobank, Theo de Rooij, hat laut Medienberichten zugegeben, in seiner Amtszeit zwischen 1996 und 2007 von Doping in seinem Team gewusst zu haben. "Wenn es passierte, war es eine gut überlegte Entscheidung", sagte de Rooij.
Ex-Rabobank-Teamleiter de Rooij (Archivbild): Wusste über Doping im Team bescheid

Ex-Rabobank-Teamleiter de Rooij (Archivbild): Wusste über Doping im Team bescheid

Foto: RICK NEDERSTIGT/ AFP

Hamburg - Die Leitung des Profi-Radrennteams Rabobank hat laut einem Bericht der niederländischen Tageszeitung "De Volkskrant" von 1996 bis 2007 Doping toleriert. Das Blatt stützt sich dabei unter anderem auf Aussagen des ehemaligen sportlichen Leiters vom Team Rabobank, Theo de Rooij. De Rooij sagte, in seiner Zeit (1996-2007) hätten Rabobank-Fahrer verbotene Substanzen benutzt.

"Wenn es passierte, war es eine gut überlegte Entscheidung der medizinischen Betreuer", sagte de Rooij der Zeitung. Er bestätigte auch, dass er Fahrer zur Ordnung habe rufen müssen, weil diese ihre medizinische Betreuung selbst organisieren wollten.

In dem "Volkskrant"-Bericht gab de Rooij an, die Initiative und die Verantwortung immer den Rennfahrern selbst überlassen zu haben. Der ehemalige sportliche Leiter verneinte, der Sponsor Rabobank habe Doping gefördert oder finanziert. Offiziell war Doping im Team verboten. Eine Stellungnahme zu dem Artikel lehnte die Rabobank ab.

mib/sid
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.