Doping im Radsport Ullrich schließt TV-Geständnis aus

"Ich werde sicherlich nicht Armstrongs Weg gehen": Jan Ullrich will sich laut "Focus" nicht öffentlich zu seiner Vergangenheit äußern. Eine TV-Beichte ähnlich der von Lance Armstrong lehnt der Ex-Radstar ab.

Ex-Radrennfahrer Ullrich (Archiv): Zweijährige Dopingsperre
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Ex-Radrennfahrer Ullrich (Archiv): Zweijährige Dopingsperre


Hamburg - Jan Ullrich hat ein öffentliches Doping-Geständnis nach Beispiel seines ehemaligen Rivalen Lance Armstrong ausgeschlossen. "Ich werde sicherlich nicht Armstrongs Weg gehen und vor einem Millionenpublikum sprechen, auch wenn einige das von mir immer wieder fordern und vielleicht auch erwarten", sagte der 39-Jährige dem "Focus".

Die Vergangenheit interessiere ihn nicht mehr. "Ich lebe im Hier und Jetzt - und das sehr glücklich", so Ullrich, der im Februar 2012 vom Internationalen Sportgerichtshof Cas schuldig gesprochen worden war, gegen die Anti-Doping-Regeln verstoßen zu haben. Ullrich wurde wegen der Verwicklung in die Affäre um den mutmaßlichen Dopingarzt Eufemiano Fuentes zu einer zweijährigen Sperre rückwirkend vom 22. August 2011 verurteilt.

Armstrong hatte in einem TV-Interview mit Talkmasterin Oprah Winfrey eingeräumt, seit Mitte der neunziger Jahre und auch bei seinen inzwischen aberkannten sieben Tour-de-France-Siegen zu verbotenen Substanzen gegriffen zu haben, darunter Epo, Testosteron sowie Bluttransfusionen.

Dem 41-Jährigen, der zuvor jegliches Fehlverhalten bestritten hatte, waren bereits im Bericht der US-Antidoping-Agentur Usada massive Dopingvergehen nachgewiesen worden. Der Radsport-Weltverband Uci reagierte nach einer Überprüfung der Unterlagen mit der Aberkennung von Armstrongs Tour-Siegen sowie einer lebenslangen Sperre für den Texaner.

max/sid/dpa

insgesamt 17 Beiträge
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Seite 1
vali.cp 20.01.2013
1.
Zitat von sysopGetty Images"Ich werde sicherlich nicht Armstrongs Weg gehen": Jan Ullrich will sich laut "Focus" nicht öffentlich zu seiner Vergangenheit äußern. Eine TV-Beichte ähnlich der von Lance Armstrong lehnt der Ex-Radstar ab. http://www.spiegel.de/sport/sonst/doping-im-radsport-jan-ullrich-schliesst-tv-gestaendnis-aus-a-878615.html
Wozu soll so ein Auftritt auch gut sein? Mag sein, dass es nicht bestätigt/bewiesen ist, dass Ullrich genau wie Armstrong nach dem Motto 'Beschiss ist es erst, wenn man dabei erwischt' gelebt hat. Dass es in der Weltspitze auch nur einen 'sauberen' Sportler gibt, glaube ich schlicht nicht. Wer aber gutgläubig davon ausgeht, dass man über 2 Wochen pro Tag 160 und mehr km auf einen über 1000 m hohen Berg fahren kann, sitzt insofern bestimmt geschockt und entrüstet vor dem TV. Der Radsport ist wohl die größte Verarsche überhaupt. Wer diesen ganzen Lug und Trug dann auch noch voller Elan verfolgt und mitfiebert, ohne das zu hinterfragen, den kann man durchaus als naiv bezeichnen.
hwolf@gmx.net 20.01.2013
2. Feigling...
Zitat von sysopGetty Images"Ich werde sicherlich nicht Armstrongs Weg gehen": Jan Ullrich will sich laut "Focus" nicht öffentlich zu seiner Vergangenheit äußern. Eine TV-Beichte ähnlich der von Lance Armstrong lehnt der Ex-Radstar ab. http://www.spiegel.de/sport/sonst/doping-im-radsport-jan-ullrich-schliesst-tv-gestaendnis-aus-a-878615.html
"Ich lebe im Hier und Jetzt -..." Wer seine Vergangenheit nicht aufgearbeitet hat, kann nicht unbeschadet in der Zukunft leben. Verdrängung ist keine Aufarbeitung. Es heißt: es gibt kein richtiges Leben im falschen. Meine Einschätzung zu Ullrich: Feigling bleibt Feigling.
rsb 20.01.2013
3.
Armstrong und Ullrich leiden beide an Realitätsverlust. Wenn wann schon rechtlich nicht für eine Rückzahlung der Werbe- und Preisgelder erreichen kann, sollte man Ihnen wenigstens auch keine Aufmerksamkeit/Beachtung schenken. Für mich sind diese beiden nicht mehr relevant.
rompipalle 20.01.2013
4. Meine Vorredner
Ich kam mich den beiden Vorrednern NUR anschließen!!!!
Privatier 20.01.2013
5. TV-Beichten der ARD und ZDF-Bosse, wieviel GEZ-Millionen in Kassen der Doping-Händler
Zitat von sysopGetty Images"Ich werde sicherlich nicht Armstrongs Weg gehen": Jan Ullrich will sich laut "Focus" nicht öffentlich zu seiner Vergangenheit äußern. Eine TV-Beichte ähnlich der von Lance Armstrong lehnt der Ex-Radstar ab. http://www.spiegel.de/sport/sonst/doping-im-radsport-jan-ullrich-schliesst-tv-gestaendnis-aus-a-878615.html
geflossen sind, sind angesichts der informativen Grundversorgungspflicht unserer Öffentlich-Rechtlichen Anstalten unverzichtbar. Die Bürger unseres Landes dürfen nicht ahnungslos und unwissend darüber belassen werden, welche Vergehen und Straftaten mit Hilfe der ihnen zwangsweise aus den Taschen gezogene Gebühren viele Jahre lang - ungeachtet zahlreicher Mahnungen und Warnungen - finanziert wurden. MfG
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