Doping in Russland Sportminister will neues Anti-Doping-System aufbauen

Der Wada-Report hat flächendeckende Korruption und Doping in Russlands Leichtathletik enthüllt. Nun hat Sportminister Witali Mutko versprochen, den Kampf gegen Doping nach internationalen Standards aufzunehmen.

Sportminister Mutko (r., mit Präsident Putin): "Wir sind bereit zu reformieren"
DPA

Sportminister Mutko (r., mit Präsident Putin): "Wir sind bereit zu reformieren"


Russlands Sportminister Witali Mutko hat im Zuge des Dopings-Skandals in der Leichtathletik die Einrichtung eines neuen nationalen Anti-Doping-Systems in Aussischt gestellt. "Wenn es Fragen oder Vorschläge der Wada, der IAAF oder des IOC in dieser Hinsicht gibt, dann sind wir bereit, unser Labor wieder akkreditieren zu lassen, es zu reformieren oder auch eine neue Anti-Doping-Agentur zu schaffen", sagte Mutko der Nachrichtenagentur R-Sport.

Die Wada hatte das Anti-Doping-Labor in Moskau am Dienstag mit sofortiger Wirkung gesperrt. Damit darf das Labor in der russischen Hauptstadt vorerst unter anderem keine Blut- und Urin-Proben mehr analysieren. Russland hatte zunächst erwogen, einen ausländischen Experten an die Spitze zu berufen.

Staatspräsident Wladimir Putin hatte zuletzt auf eine interne Lösung in der Dopingkrise gedrängt und eine Untersuchung durch nationale Instanzen gefordert.

luk/sid



insgesamt 7 Beiträge
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ackergold 13.11.2015
1.
Der Sportminister Russlands ist Teil des Problems, nicht Teil der Lösung. Er sollte zurücktreten, denn nur dann wird das Dopingproblem in Russland vielleicht angegangen werden.
simonsi 13.11.2015
2.
Man kann wirklich nur hoffen, dass Russland den Doping-Skandal nicht hinter verschlossenen Türen "aufarbeiten" darf. Denn dann wird wie immer verfahren, ein paar unbedeutende Leute entlassen, dafür andere Einsetzen und das ganze geht ohne mit der Wimper zu zucken weiter. Sportliche Erfolge lassen sich ja einfach viel zu schön politisch vermarkten, halten die Leute bei Laune und kaschieren den wirtschaftlichen Abwärtstrend des Landes.
simonweber1 13.11.2015
3. Wir sollten
bei solchen Themen uns wesentlich mehr zurückhalten. Ob es in Russland ein flächendeckendes Doping tatsächlich gibt, ist aus dem Bericht nicht zu entnehmen.Wir urteilen über andere immer schnell,vergessen aber, dass auch hier gedopt wird. Die erste Dopingtote kam aus Deutschland. In den USA gibt es diverse Sportler denen nachträglich Titel und Medaillen aberkannt wurden. Nach dem Verdacht der Korruption bezüglich der Fussball WM und dem VW Skandal würde ich auch bei uns nichts mehr für unmöglich halten.
nixkapital 13.11.2015
4. Hm...
...ich meine auch, ein neuer Sportminister wäre ein guter Anfang und ein entsprechendes Signal nach außen.
nixkapital 13.11.2015
5. ...
Zitat von simonweber1bei solchen Themen uns wesentlich mehr zurückhalten. Ob es in Russland ein flächendeckendes Doping tatsächlich gibt, ist aus dem Bericht nicht zu entnehmen.Wir urteilen über andere immer schnell,vergessen aber, dass auch hier gedopt wird. Die erste Dopingtote kam aus Deutschland. In den USA gibt es diverse Sportler denen nachträglich Titel und Medaillen aberkannt wurden. Nach dem Verdacht der Korruption bezüglich der Fussball WM und dem VW Skandal würde ich auch bei uns nichts mehr für unmöglich halten.
Mich beschleicht das Gefühl, dass hier Russland gesamt am Pranger steht. Aus der Berichterstattung der letzten Wochen geht ja eindeutig die Tendenz hervor, Russland bei vielen Themen in die Schmuddelecke zu stellen. Damit wäre es dann ein Leichtes, eine Begründung zu nennen, wenn's dann mal mit Russland robust wird.
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