Doping-Lümmel Italiener droht Sperre nach Betrug mit Penis-Imitat

Devis Licciardi zierte sich, seine Dopingprobe nach den nationalen Langstreckenmeisterschaften in Italien vor den Augen des Kontrolleurs abzugeben. Schnell wurde auch klar, warum: Der 27-Jährige wollte aus einem Plastikpenis sauberen Urin in den Becher schummeln. Dafür droht ihm nun eine Sperre.

Langstreckenläufer Licciardi: "Ich möchte alleine sein"

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Hamburg - Dem Einfallsreichtum von Dopingbetrügern sind kaum Grenzen gesetzt. Wahrscheinlich hat auch Devis Licciardi gedacht, er sei besonders findig. Bei einer Dopingkontrolle nach den nationalen Meisterschaften über zehn Kilometer in Molfetta hatte der 27-Jährige versucht, bei der Urinabgabe zu schummeln. Da die Kontrolleure dabei durchaus genau hinschauen, hatte sich Licciardi eines Penis-Imitats bedient - und flog auf.

Jetzt hat die Anti-Doping-Staatsanwaltschaft des Nationalen Olympischen Komitees Italiens (Coni) eine zweieinhalbjährige Sperre für den Langstreckenläufer gefordert. Die Entscheidung über die Sperre wird das Sportgericht treffen.

Noch ist nicht geklärt, ob und womit Licciardi gedopt hatte. Allerdings hatten sich seine Ergebnisse nach mittelmäßigen Resultaten in den vergangenen Jahren in diesem Jahr stark verbessert.

Wie der "Daily Telegraph" berichtete, hatte Licciardi kurz vor seinem missglückten Betrugsversuch den Arzt noch aufgefordert, ihm nicht bei der Abgabe der Probe zuzuschauen. "Ich möchte allein sein", habe der Italiener laut der Zeitung gesagt.

Dem Bericht zufolge ist der Gebrauch solcher Penis-Imitate verbreitet, im Internet werden mehrere Produkte zu diesem Zweck angeboten - "sauberer" Urin in Pulverform inklusive.

luk/sid/dpa

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Seite 1
Zaunsfeld 14.10.2013
1.
Zitat von sysopDevis Licciardi zierte sich, seine Dopingprobe nach den nationalen Langstreckenmeisterschaften in Italien vor den Augen des Kontrolleurs abzugeben. Schnell wurde auch klar, warum: Der 27-Jährige wollte aus einem Plastikpenis sauberen Urin in den Becher schummeln. Dafür droht ihm nun eine Sperre. http://www.spiegel.de/sport/sonst/doping-italiener-droht-nach-betrug-mit-penis-imitat-sperre-a-927789.html
Was es nicht alles gibt ... Scheint einen großen Markt für solche Dinger zu geben, wenn sie extra industriell produziert werden.
Tom Joad 14.10.2013
2. Penis-Imitat?
Eine Steilvorlage für Kabarettisten. Der Kerl kann einem ja fast schon Leid tun.
Hafturlaub 14.10.2013
3.
der nächste Schritt ist wohl ein Implantat, welches man mit sauberem Urin füllen und dann über die Harnröhr entleeren kann. Aber wer weiss, evtl. sind die auch schon längst im Einsatz.
silberstern 14.10.2013
4. 30 Jahre hinterher....
Zitat von sysopDevis Licciardi zierte sich, seine Dopingprobe nach den nationalen Langstreckenmeisterschaften in Italien vor den Augen des Kontrolleurs abzugeben. Schnell wurde auch klar, warum: Der 27-Jährige wollte aus einem Plastikpenis sauberen Urin in den Becher schummeln. Dafür droht ihm nun eine Sperre. http://www.spiegel.de/sport/sonst/doping-italiener-droht-nach-betrug-mit-penis-imitat-sperre-a-927789.html
Anscheinend ist in anderen Sportarten als Radsport der Kontrolldruck noch nicht groß genug. Dort war der zweite Penis schon in den 90ern ziemlich out.
umuc 14.10.2013
5. Eine gute Sache!
Diese Schnüffler haben es doch nicht anders verdient! Früher hatte Doping zu Recht einen guten Ruf, heute ist jeder, der dopt, fast schon ein Aussätziger! Ich wünsche jedem Sportler gutes Geschick bei ALLEM, was er tut. Nur auf das Ergebnis kommt es an. Und das meine ich ohne jeden Sarkasmus!
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