Doping-Vorwurf Judoka Silva muss Goldmedaille bei Panamerikanischen Spielen zurückgeben

Rafaela Silva gewann in Rio 2016 Gold für Brasilien und ist auch eine der Favoriten für Tokio 2020. Doch nun wird ihr Doping vorgeworfen. Ihre Medaille bei den Panamerikanischen Spielen muss sie zurückgeben.
Rafaela Silva bei ihrem Olympiaauftritt 2016

Rafaela Silva bei ihrem Olympiaauftritt 2016

Foto: AFP

Rafaela Silva war eine Heldin in Brasilien. Bei den Olympischen Sommerspielen von Rio de Janeiro 2016 gewann die Judoka die erste Goldmedaille für ihr Heimatland. Zuvor war sie auch die erste brasilianische Judo-Weltmeisterin. Und weil Silva in Rios Armenviertel Cidade de Deus aufgewachsen ist, weil sie sich gegen Rassismus behauptet und gegen Depressionen gekämpft hatte, wurde sie zur Symbolfigur, zu einem Beispiel dafür, dass man es auch unter den widrigsten Umständen schaffen kann. Für die Sommerspiele in Tokio 2020 gilt Silva als eine der Favoritinnen.

Doch nun wird Rafaela Silva Doping vorgeworfen. Ihre bei den Panamerikanischen Spielen im August gewonnene Goldmedaille in der Klasse bis 57 Kilogramm muss sie zurückgeben. Das gaben die Organisatoren der Spiele, Panam Sports, bekannt. Die 27-Jährige war am 9. August positiv auf das verbotene Asthmamittel Fenoterol getestet worden. Die Goldmedaille erhält nachträglich die Dominikanerin Ana Rosa. Gesperrt wurde Silva bislang aber nicht.

Silva wehrt sich

"Ich bin sauber, ich werde weiter trainieren und um den Beweis meiner Unschuld kämpfen", hatte Silva am Freitag auf einer Pressekonferenz gesagt. "Ich habe diese Substanz nicht genommen, ich habe kein Asthma", sagte Silva. Sie gab an, dass sie Kontakt mit einem sieben Monate alten Baby gehabt habe, das an Asthma leide.

Anmerkung: In einer ersten Textversion hieß es, Silva müsse ihre in Rio 2016 errungene Goldmedaille zurückgeben - es war ihre Medaille bei den Panamerikanischen Spiele. Wir haben den Fehler korrigiert.

mey/ap
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