Dopingverdacht Leichtathletik-Boss vertraut Bolt

Ehrenerklärung für den Superstar: Leichtathletik-Weltverbandschef Lamine Diack hält 100-Meter-Weltrekordmann Usain Bolt für sauber. Ohnehin wehrt sich der 80-Jährige gegen eine generelle Verdächtigung der Sprinter. Die Dopingfälle der vergangenen Wochen lassen ihn unbeeindruckt.

Leichtathletik-Weltverbandschef Diack: "Bolt ist sauber"
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Leichtathletik-Weltverbandschef Diack: "Bolt ist sauber"


Hamburg - Lamine Diack, der Präsident des Internationalen Leichtathletik-Verbandes (IAAF), hält nach den jüngsten Dopingskandalen einen Generalverdacht gegen die Sprinter und die Verdächtigungen gegen Weltrekordler Usain Bolt für unfair und falsch. "Dieser völlig düsteren Einschätzung möchte ich widersprechen", erklärte der 80-jährige Senegalese vor den am Samstag in Moskau beginnenden Leichtathletik-Weltmeisterschaften. "Usain Bolt ist sauber - und die meisten Sprinter, die unter zehn Sekunden laufen, sind es ebenfalls."

Ebenso sieht er die WM nicht dadurch beschädigt, dass mit Tyson Gay (USA) sowie den drei Jamaikanern Asafa Powell, Veronica Campbell-Brown und Sherone Simpson gleich vier Weltklasse-Sprinter nach positiven Tests kurz vor den Titelkämpfen in Moskau aus dem Verkehr gezogen wurden. "Jeder positive Fall beschädigt die Leichtathletik nicht, sondern macht sie stärker", meinte Diack. "Wir müssen ohne Angst den Kampf gegen Doping fortsetzen, obwohl es unmöglich ist, ihn jemals zu gewinnen." Die absolute Mehrheit der Athleten sei sauber - "aber diejenigen, die für solche schlechten Nachrichten sorgen, prägen ein unrealistisches Bild unseres Sports".

Positiv wertet Diack es auch, dass in dem Jahr vor der WM in Moskau zahlreiche russische Athleten des Dopings überführt wurden. "Es ist ein sehr gutes Zeichen, da positive Tests von Athleten eines Landes bekanntgemacht werden, das unsere größte Veranstaltung ausrichtet", sagte Diack: "Ich denke, man sollte mehr Sorgen haben, wenn es keine positiven Tests von russischen Leichtathleten gegeben hätte."

aha/dpa



insgesamt 13 Beiträge
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Seite 1
RainerCologne 06.08.2013
1.
Mit ordentlichen Tests würde man auch fündig werden. Aber das ist nicht gewollt.
frenchhornplayer85 06.08.2013
2. optional
damit macht er sich aber zum affen! ind den 80ern und 90er und auch bis 2008 waren alle gedopt, dopingärzte usw haben das bestätigt, und heute soll alles anders sein? heute wo es weit schneller ist als noch 1988? es wurden ja einige erwischt, aber die waren nichtmal so gut wie bolt, und der schnellste soll dann ausgerechnet sauber sein? und wie kommt es dass die jamaikaner so plötzlich an der weltspitze waren, wo sie vorher nichtmal ansatzweise mithalten konnten?
Kauzboi 06.08.2013
3. Who cares?
Wen interessiert schon die Meinung eines altersschwachen Chefs eines Weltverbands? McQuaid redet genau so und ist womöglich noch nicht einmal dement...
archivdoktor 06.08.2013
4. Wow
Zitat von sysopGetty ImagesEhrenerklärung für den Superstar: Leichtathletik-Weltverbandschef Lamine Diack hält 100-Meter-Weltrekordmann Usain Bolt für sauber. Ohnehin wehrt sich der 80-Jährige gegen eine generelle Verdächtigung der Sprinter. Die Dopingfälle der vergangenen Wochen lassen ihn unbeeindruckt. http://www.spiegel.de/sport/sonst/doping-leichtathletik-boss-diack-vertraut-bolt-a-914987.html
Ist dieser Weltberbandschef tatsächlich 80 Jahre alt, oder war das ein Tipfehler?? Mannomann, was es so alles gibt!!! Und dieser Typ gibt eine Ehrenerklärung für den Jamaika-Sprinter ab??? Ich lach mich schief.......
sudiso 06.08.2013
5. optional
wer sagt, die sprinter wären nicht gedopt, der lügt. trifft aber auch andere disziplinen in der Leichtathletik. Aber leider scheint der normale Menschenverstand sich jahr für jahr weiter zu verringern. 100m in unter 10 Sekunden, also bitte, selbst ein unterminierter Läufer braucht vielleicht 15 Sekunden dafür, alle anderen die trainiert haben kommen vielleicht auf 10 oder 11 Sekunden....
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