Doping Neue EPO-Tests entwickelt

Schlechte Nachrichten für Sportler, die sich des unerlaubten Blutdopings behelfen. Zu den olympischen Spielen in Sydney soll ein Test eingesetzt werden, mit dem sich EPO-Doping nachweisen lässt.


Sydney - Die Forscher des Australischen Sportinstituts (AIS) wollen noch vor Beginn der Olympischen Spiele einen Test zur Ermittlung des Dopingmittels EPO im menschlichen Körper entwickeln. Der Leiter des Forschungsteams, Doktor Peter Davis, sagte am Freitag, das Projekt sei dem Zeitplan voraus, so dass ein Test wahrscheinlich schon Mitte Juni zur Verfügung stehen werde.

Davis erklärte, die von dem Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) Doktor Arne Ljungqvist geäußerte Befürchtung, die geeigneten Tests könnten nicht rechtzeitig fertig sein, seien unbegründet. "Wir werden die Daten analysieren und dann dem IOC pünktlich in der ersten oder zweiten Juniwoche Bericht erstatten", sagte Davis. Das Blut der Radfahrer und Triathleten wird bereits auf EPO untersucht, das IOC hat aber noch keinen Test für alle Sportler herausgegeben. Bei den aktuellen Dopingtests wird der Urin der Sportler auf verbotene Substanzen untersucht, EPO kann jedoch nicht ermittelt werden. Die Substanz erhöht die Anzahl der roten Blutkörperchen, die Sauerstoff durch den Körper transportieren.



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