Doping-Skandal Auch Mühleggs B-Probe positiv

Nun steht es definitiv fest. Der für Spanien startende Allgäuer Johann Mühlegg war bei den Winterspielen gedopt. Dem dominierenden Skilangläufer bei Olympia, dem bereits eine seiner drei Goldmedaillen aberkannt worden war, droht nun auch noch eine zweijährige Sperre.


Johann Mühlegg: Der größte Dopingsünder in der Geschichte der Olympischen Winterspiele
DPA

Johann Mühlegg: Der größte Dopingsünder in der Geschichte der Olympischen Winterspiele

Salt Lake City - Am späten Montagabend bestätigte der für Sport zuständige spanische Staatssekretär Juan Antonio Gomez Angulo, dass auch Mühleggs B-Probe positiv gewesen sei.

Bereits am vergangenen Donnerstag waren Mühlegg (und den beiden russischen Langläuferinnen Larissa Lasutina und Olga Danilowa) in einem ersten Test der Missbrauch des Blutdopingmittels Darbepoetin - Handelsname Aranesp - nachgewiesen worden.

Die Goldmedaille, die Mühlegg über 50 Kilometer im klassischen Stil gewonnen hatte, wurde dem 31-Jährigen daraufhin vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) aberkannt. Das zuvor über 30 Kilometer Freistil und in der Verfolgung gewonnene Gold durfte der Wahlspanier behalten, da die Dopingtests nach diesen Wettkämpfen keine Auffälligkeiten ergeben hatten.

Nach Bekanntwerden des Resultats der A-Probe hatte Mühlegg noch den Unschuldigen gemimt: "Ich kann mir das Ergebnis nicht erklären."



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