Doping-Skandal IOC soll Österreich mit Olympia-Ausschluss drohen

Millionenbußgeld und die Entlassung des Skipräsidenten: Laut einem Zeitungsbericht hat das IOC Österreich nach dem Dopingskandal von Turin weitreichende Bedingungen gestellt. Bei Nichterfüllung soll der Ausschluss von Olympischen Spielen drohen - für lange Zeit.


Wien - Wie die Zeitung "Kurier" berichtet, hat das Internationale Olympische Komitee IOC der Alpenrepublik Bedingungen gestellt und bei Nichterfüllung einen Ausschluss von Olympischen Spielen für 16 Jahre angekündigt. Österreich bewirbt sich mit Salzburg um die Winterspiele 2014. Zu den IOC-Forderungen zählt laut "Kurier" eine Strafzahlung in Höhe von einer Million Dollar, die innerhalb eines Jahres beglichen werden müsse. Zudem solle Peter Schröcksnadel, der als Präsident des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) auch der Vizepräsident des nationalen Olympischen Komitees (ÖOC) ist, aus dem Olympia-Verband ausgeschlossen werden.

ÖOC-Präsident Leo Wallner wollte den Bericht nicht bestätigen. "Das sind Halbwahrheiten", sagte IOC-Mitglied Wallner und verwies auf eine für morgen angekündigte Presseerklärung des IOC. Bei einer Razzia der italienischen Polizei während der Olympischen Winterspiele in Turin 2006 war umfangreiches Beweismaterial gegen insgesamt sechs österreichische Biathleten und Langläufer sichergestellt worden. Im April schloss das IOC-Exekutivkomitee Wolfgang Rottmann, Wolfgang Perner, Roland Diethart, Johannes Eder, Jürgen Pinter und Martin Tauber lebenslang von Olympischen Spielen aus. Diethard, Eder, Pinter und Tauber haben vor dem Sportgerichtshof Cas in Lausanne Klage gegen die Entscheidung eingereicht.

goe/dpa



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