Doping-Sünder Floyd Landis verliert Toursieg 2006

Jetzt ist es endgültig: Der US-Radprofi Floyd Landis wird aus den Geschichtsbüchern der Tour de France als Rundfahrtsieger 2006 gestrichen. Der Oberste Sportgerichtshof bestätigte die Dopingsperre des heute 32-Jährigen, der zudem ein Strafgeld in sechsstelliger Höhe zahlen muss.


Lausanne - 23 Monate nach seinem Triumph auf den Champs-Élysées ist dem US-Amerikaner Floyd Landis der Toursieg 2006 wegen Dopings auch in letzter Instanz durch den Sportschiedsgerichtshof Cas in Lausanne aberkannt worden. Der damals zweitplazierte Spanier Oscar Pereiro bleibt damit Gesamtsieger der Frankreich-Rundfahrt vor zwei Jahren.

Landis bei Toursieg 2006: Nicht rechtmäßig in Gelb
AP

Landis bei Toursieg 2006: Nicht rechtmäßig in Gelb

Ebenfalls bestätigt wurden die zweijährige Sperre des Radprofis bis zum 29. Januar 2009 und die Aberkennung der Siegprämie von 450.000 Euro. Landis muss außerdem 100.000 US-Dollar Strafgeld an die US-Antidoping-Agentur Usada zahlen.

Dem heute 32-jährigen Kalifornier war als erstem Toursieger der Titel am 20. September 2007 durch den Weltverband UCI aberkannt worden. Am Tag zuvor hatte ein US-Sportschiedsgericht Landis für schuldig befunden; dieser legte Mitte November vergangenen Jahres gegen das Urteil Berufung beim Cas ein.

Der damalige Kapitän des Schweizer Phonak-Teams war nach dem Gewinn der letzten Alpenetappe 2006 positiv auf Testosteron getestet worden. Das Ergebnis lag aber erst vier Tage nach Tour-Ende (23. Juli) vor. Mit Hilfe seiner Anwälte und zahlreicher Experten hatte er versucht, dem französischen IOC-Labor Chatenay-Malabry Analyse- und Verfahrensfehler nachzuweisen.

fpf/sid



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