Doping-Verdacht Jaksche-Team vorerst von der Tour supendiert

Der Start des unter Doping-Verdacht stehenden Astana-Würth-Radrennstalls bei der Tour de France ist weiter vollkommen offen. Bis zum Urteil des Internationalen Sportgerichtshofes bleibt die spanische Mannschaft von der Tour ausgeschlossen. Ein deutscher Fahrer muss definitiv zuschauen.


Hamburg - Wie der Tour-Veranstalter ASO bekannt gab, ist Astana-Würth bis zur Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofes (CAS) in Bezug auf einen möglichen Doping-Missbrauch vom Startrecht der Tour de France suspendiert. Der CAS kündigte ein Urteil für Freitag um 12 Uhr an.

Astana-Profi Jaksche: Entscheidung am Freitag
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Astana-Profi Jaksche: Entscheidung am Freitag

Damit kann der spanische Radrennstall weder an der Präsentation der Tour-Mannschaften am Donnerstag Abend noch an der medizinischen Kontrolluntersuchung teilnehmen, der sich alle Fahrer unterziehen müssen. Das Team um Mitfavorit Alexander Winokurow gilt als einer der Hauptkunden der im Dopingskandal angeklagten Eufemiano Fuentes und Jose Luis Merino.

Der ASO hatte Astana wegen deren möglicher Verwicklung in die spanische Dopingaffäre zum freiwilligen Startverzicht aufgefordert. Daraufhin hatte der Rennstall um Mitfavorit Alexander Winokuro vorsorglich den CAS angerufen. Zur Tour-Parade sind damit noch 20 Mannschaften mit 180 Fahrern zugelassen.

Die Frankreich-Rundfahrt beginnt am Samstag mit dem Prolog über 7,1 Kilometer. Astana-Profi Jörg Jaksche ist dann unabhängig vom Ausgang des Gerichtsurteils allerdings nur noch Zaungast. Nach Informationen des Internetmediums "Radsport-News" wurde der Deutsche zu Gunsten des Spaniers Joseba Beloki aus dem Team von Astana gestrichen worden. Jaksche muss derzeit erkrankt das Bett hüten und Antibiotika nehmen.

Indes hat Jan Ullrich seine Anwälte beauftragt, gegen die Madrider Zeitung "'El Pais' vorzugehen", die ihn mit dem spanischen Dopingskandal in Verbindung gebracht hatte: "Sie werden die erforderlichen Schritte einleiten, ich habe mit dem Vorgang absolut nichts zu tun", teilte der Toursieger von 1997 auf seiner Webseite mit. Weil die Behörden noch keine Informationen weitergaben, steht Ullrichs Start am Samstag laut Tour-Ausrichter ASO "nach derzeitigem Stand" nichts im Wege.

knu/sid/dpa

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