Doping-Verdacht Ullrich wollte Merkel treffen - Kanzlerin sagte ab

Er suchte Unterstützung von ganz oben: Jan Ullrich wollte die Bundeskanzlerin treffen, doch Angela Merkel lehnte den Wunsch ab. Grund sind die vermeintlichen Dopingverwicklungen des ehemaligen Radstars.

Hamburg - Ein Regierungssprecher bestätigte heute eine Meldung der Zeitschrift "Sport-Bild" und erklärte, es habe eine entsprechende Anfrage auf Beamtenebene gegeben. Wie der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg der Zeitschrift erklärte, habe der zuständige Mitarbeiter im Kanzleramt klargestellt, dass ein Treffen mit dem unter Dopingverdacht stehenden früheren Rad-Star nicht in Betracht komme.

Ex-Radprofi Ullrich: Zur Rehabilitation der Reputation

Ex-Radprofi Ullrich: Zur Rehabilitation der Reputation

Foto: REUTERS

Wie es weiter heißt, habe Ullrichs Freund und Geschäftspartner Michael Stehle per E-Mail um eine Zusammenkunft gebeten. Ziel des Gesprächs sollte die "Rehabilitierung seiner Reputation durch eine angemessene Würdigung seiner Verdienste und Leistungen" sein.

Der inzwischen zurückgetretene Tour-de-France-Sieger von 1997 habe die Kanzlerin an den Bodensee einladen wollen. Ullrich war im Vorjahr wegen seiner Verwicklung in den spanischen Dopingskandal kurz vor dem Tour-Start von den Organisatoren ausgeschlossen und später vom T- Mobile-Team entlassen worden.

fpf/dpa

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