Dopingverdacht Radprofi Sinkewitz lässt B-Probe öffnen

Patrik Sinkewitz kämpft um seine Karriere. Der positiv auf Dopingmittel getestete Radprofi hat beim Weltverband die Öffnung der B-Probe beantragt. Als Wiederholungstäter würde ihm eine lebenslange Sperre drohen.

Verdächtigter Sinkewitz (Archivfoto): "Die haben eine Substanz gefunden"
DPA

Verdächtigter Sinkewitz (Archivfoto): "Die haben eine Substanz gefunden"


Hamburg - Patrik Sinkewitz beteuerte trotz positiver A-Probe seine Unschuld. "Ich kann nur sagen, dass ich auf keinen Fall verbotene Mittel genommen habe", sagte der Radprofi der "Süddeutschen Zeitung". Beim Weltverband UCI hat er nun die Öffnung der B-Probe beantragt. "Fakt ist, die haben eine Substanz bei mir gefunden. Jetzt muss ich klären, wie das sein kann", sagte Sinkewitz.

Der 30-Jährige war am Freitag nach einem positiven Dopingtest vom Weltverband UCI suspendiert worden. Bei einer Wettkampfkontrolle nach dem Grand Prix von Lugano am 27. Februar war bei ihm ein Wachstumshormon in der A-Probe nachgewiesen worden. "Ich dachte erst, das ist ein Gag, aber dann bekam ich es schriftlich", sagte Sinkewitz, der sich nun bei einem Experten in Italien untersuchen lassen will.

Sinkewitz' aktuelles Team Farnese Vini-Neri hatte ankündigt, sich gegebenenfalls von dem Radprofi trennen zu wollen: "Wir warten auf die Analyse der B-Probe, um den Athleten im Falle einer Bestätigung zu entlassen", teilte der Rennstall mit.

Sinkewitz droht als Wiederholungstäter eine lebenslange Sperre, da er bereits am 8. Juni 2007 positiv auf Testosteron getestet worden war. Sinkewitz hatte damals ein umfangreiches Geständnis abgelegt und auch über Dopingpraktiken im damaligen T-Mobile-Team bis 2006 ausgesagt. Daraufhin profitierte der frühere Deutschland-Tour-Sieger von der Kronzeugenregelung und wurde nur für ein Jahr gesperrt.

bka/sid



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