Dopingverdacht Weitere Untersuchungen gegen Armstrong

Lance Armstrong bleibt weiter im Visier der Dopingfahnder. Richard Pound, Chef der Welt-Antidoping-Agentur Wada, teilte mit, dass die Untersuchungen fortgesetzt würden. Pound kritisierte zudem den Radsport-Weltverband wegen dessen Verhalten scharf.

Toronto - "Es wird nichts eingestellt. Wir werden ruhig ermitteln. Die Sache eilt nicht, denn er fährt je keine Rennen mehr. Aber es gibt noch Fragen, die beantwortet werden müssen", sagte Pound in einem Interview mit der britischen Nachrichtenagentur Reuters.

Angebliche Beweise von Armstrongs Praktiken mit Epo-Doping aus dem Jahr 1999 hatte die französische Fachzeitung "L'Equipe" veröffentlicht. Seit der Publikation laufen Untersuchungen, wobei die Herkunft und Beschaffung der Beweisdokumente umstritten ist.

In diesem Zusammenhang rügte Pound auch die Rolle des Radsport-Weltverbandes UCI. "Die UCI sagt, dass sie den Fall untersucht. Aber Ergebnisse sind nicht zu sehen und Informationen nicht zu erhalten. Also müssen wir uns selbst darum kümmern. Das einzige, was die UCI interessiert, ist die Quelle der "L'Equipe"-Leute", sagte der Wada-Chef.

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