Dopingvorwürfe Gericht weist Armstrong-Klage ab

Die Ermittlungen der US-amerikanischen Anti-Doping-Agentur Usada im Fall Lance Armstrong sind rechtens. Ein Gericht hat die Klage des ehemaligen Radprofis abgewiesen. Nun könnte es zu einem öffentlichen Prozess kommen.

Ehemaliger Radprofi Armstrong: Lebenslange Sperre droht
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Ehemaliger Radprofi Armstrong: Lebenslange Sperre droht


Hamburg - Lance Armstrong ist mit seiner Klage gegen die US-amerikanische Anti-Doping-Agentur Usada gescheitert und muss nun mehr denn je einen öffentlichen Dopingprozess fürchten. Ein Gericht in seiner Heimatstadt Austin erklärte die Ermittlungen der Usada gegen den Texaner, dem jahrelanges Doping und der Handel mit illegalen Substanzen angelastet wird, am Montag für rechtens.

Nun muss der siebenmalige Tour-de-France-Sieger entscheiden, ob er eine Schiedsgerichts-Verhandlung will oder eine lebenslange Sperre der Usada akzeptiert. Im letzten Fall könnte er auch einige Tour-Siege abgesprochen bekommen und offiziell als Doper gebrandmarkt werden.

Die Usada hatte Armstrong im Juni formal des Dopings angeklagt. Armstrong hatte sich zuletzt dafür entschieden, gerichtlich gegen die Ermittlungen der Usada vorzugehen. Er bezichtigt die Agentur, das verfassungsmäßige Recht eines Athleten auf eine faire Verhandlung zu verletzen.

jar/dpa

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Seite 1
tinosaurus 20.08.2012
1. schön und völlig angebracht
Schon lange hatte ich das Gefühl, dass mit Armstrong etwas nicht stimmt. Es würde mich auch nicht wundern, wenn er alle Titel verliert.
cm1 20.08.2012
2. Oh Armstrong !
Als begeisterter Sportler und Rennradfahrer bin ich froh, dass dieser große Radrennfahrer endlich "bestraft" werden kann. Er war der größte Radsportler seiner Zeit (hat sich genau wie einst Eddy M und andere dazu in der Apotheke bedient), auch wenn ihm völlig zu Recht seine Tour-Siege aberkannt werden. Good job, USADA!
BlakesWort 20.08.2012
3.
Alle um ihn herum sagen auch unter der Gefahr, sich selbst zu belasten, aus, Armstrong habe gedopt. Er ist der Einzige, der sich an seinen Nimbus vom Krebsveteran mit dem eisernen Willen zum Sieg hält. Vermutlich hätte er es ohne diese Selbstverleugnung nie so weit gebracht, um nun vermutlich so tief zu fallen.
optionalist 20.08.2012
4. ...kein Spaß mehr...
Zitat von sysopAPDie Ermittlungen der US-amerikanischen Anti-Doping-Agentur Usada im Fall Lance Armstrong sind rechtens. Ein Gericht hat die Klage des ehemaligen Radprofis abgewiesen. Nun könnte es zu einem öffentlichen Prozess kommen. http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,851088,00.html
...es ist doch wirklich schade, wie sich so ein Sport selbst zerstört. Wozu soll man sich eine fast 3-Wöchige Veranstaltung - wie die Tour de France - ansehen, wenn der vermeintliche Sieger im Nachhinein entweder des Dopings überführt oder zumindest verdächtigt wird. Ausser schönen Landschaftsbilder, sehe ich da weder Spaß noch Spannung. Und Armstrong ist ja nicht der erste Texaner, der sich seine Regeln selber macht ;-)
ernstl1704 20.08.2012
5. ---
Zitat von tinosaurusSchon lange hatte ich das Gefühl, dass mit Armstrong etwas nicht stimmt. Es würde mich auch nicht wundern, wenn er alle Titel verliert.
Vielleicht mal in die Ergebnisslisten schauen wer die ganzen schönen Titel erben wird. Lauter hehere Sportsmänner (Vorsicht Ironie)
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