Kongress in Magdeburg DOSB-Mitglieder stimmen Spitzensportreform zu

Mehr Geld für erfolgreiche Sportverbände: Die DOSB-Mitglieder haben die Spitzensportreform mit überwältigender Zustimmung beschlossen. Doch es bleiben offene Fragen.

DOSB-Präsident Alfons Hörmann
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DOSB-Präsident Alfons Hörmann


Die Spitzensportreform ist auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) mit deutlicher Mehrheit verabschiedet worden. Auf der Sitzung in Magdeburg gab es bei 439 Stimmberechtigten nur eine Gegenstimme und fünf Enthaltungen.

Durch die Reform soll das System künftig auf Erfolg ausgerichtet werden, aussichtsreiche Verbände und Disziplinen sollen mehr und eher perspektivlose weniger Geld erhalten. Durch ein Potenzialanalysesystem (POTAS) werden Sportler und Disziplinen zukünftig in drei Cluster eingeteilt und nach ihren Erfolgsaussichten in den nächsten vier bis acht Jahren bewertet.

Da einige Punkte der Reform noch ebenso unklar sind wie deren Finanzierung, enthält der Beschlussvorschlag Einschränkungen: Das Konzept mache "zugleich deutlich, dass es einer Fortschreibung der Inhalte sowie einer Weiterentwicklung und Spezifizierung der Maßnahmen bedarf", heißt es in dem Beschluss. 2017 und 2018 sollen "Übergangsjahre" zur Einführung der Reform sein.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière stellte dem Sport mehr Geld in Aussicht. "Wenn das Konzept fertig ist, werde ich mich dafür einsetzen, dass der Sportetat substanziell und dauerhaft erhöht wird, damit die Reform erfolgreich sein wird", sagte de Maizière in einer Videobotschaft.

Hier lesen Sie eine Analyse zur Spitzensportreform (Stand: Oktober 2016).

jan/dpa



insgesamt 2 Beiträge
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Lankoron 03.12.2016
1. Das Abstimmungsergebnis
war doch von vornherein klar bei dieser handverlesenen Funktionärsriege Wo und wie man aber überhaupt mehr und besseren Nachwuchs herbekommen will, wie man frühzeitige Sichtungsverfahren einführen will, darauf gibt dieses Konzept keinerlei Antwort. Ganz im Gegenteil, die Macht und der Einfluss der Funktionäre wird zementiert.
i.dietz 03.12.2016
2. Ich bin ja kein Insider
aber verstehe ich das richtig, dass die Sportvereine, die z.B. Jugendarbeit und Nachwuchsförderung betreiben, weniger Geld bekommen - eben weil diese ja dann keine Spitzenplätze in den Turnieren belegen ? Wie krude ist denn das ?
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