DSV-Damen Gerg und Co. wollen Auftaktpleite vergessen machen

Hilde Gerg holte in der Abfahrt nur Blech. Damen-Cheftrainer Wolfgang Maier bleibt dennoch gelassen. Auch vor vier Jahren bei den Olympischen Spielen in Nagano gab es nach einem verkorksten Beginn noch einen Medaillenregen.


Hilde Gerg: Der Fluch des ersten Rennens
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Hilde Gerg: Der Fluch des ersten Rennens

Snowbasin - "Es war keine große, bittere Niederlage", relativierte Cheftrainer Wolfgang Maier. Schon 1998 in Japan hatte sich Gelassenheit ausgezahlt. Nach dem ebenso unglücklichen Start damals mit Platz vier im Super-G für Regina Häusl fand das DSV-Team noch in die Erfolgsspur und sorgte mit sechs Medaillen für das beste Ergebnis der Verbandsgeschichte.

Vier Jahre nach dem Dreifach-Triumph in der Kombination (Abfahrt und Slalom) ist ein ähnliches Kunststück am Donnerstag nicht zu erwarten. "Wir müssen froh sein, wenn Martina Ertl eine Medaille holt. Dann ist das Klasse", schraubte Maier die Erwartungen zurück.

Das nötige Quäntchen Glück


"Es ist einfach so im Sport, dass es danebengehen kann. Jetzt hat es mich getroffen", sagte Gerg, die um eine Zehntelsekunde an ihrer dritten Olympia-Medaille vorbeigefahren war. Bronze sicherte sich Renate Götschl (Österreich). Überraschungssiegerin wurde die Französin Carole Montillet vor Isolde Kostner (Italien).

Ihre Enttäuschung versteckte Gerg, Slalom-Olympiasiegerin von 1998, gekonnt. "Wenn ich deshalb das Lachen verlerne, dann wäre das bitter", meinte die 26-Jährige. Nun will Gerg im Super G am Sonntag nach Gold greifen. "Vielleicht habe ich da das nötige Quäntchen Glück", hofft die Weltcup-Spitzenreiterin in dieser Disziplin.



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