DTM-Finale Spengler patzt im chaotischen Qualifying

Jede Menge Blechschäden und ein abgeschlagener Mitfavorit: Der Gesamtführende Bruno Spengler startet beim Finale des Deutschen Tourenwagen Masters nur vom vorletzten Platz. Verfolger Paul di Resta holte sich in einem turbulenten Qualifying in Shanghai dagegen die Pole Position.

Mercedes-Pilot di Resta: In Shanghai ganz vorn
Mercedes Benz Motorsport

Mercedes-Pilot di Resta: In Shanghai ganz vorn


Hamburg - Bruno Spengler hat den Titel im Deutschen Tourenwagen Masters womöglich schon vor dem Start zum Saisonfinale am Sonntag in Shanghai verspielt. Der DTM-Spitzenreiter aus Kanada setzte seinen Mercedes im von zahlreichen Unfällen überschatteten Qualifying in eine Mauer und kam nicht über den 17. und vorletzten Startplatz hinaus.

"Das war mein Fehler, ganz klar. Ich habe nur Mist gebaut", sagte Spengler nach dem Lauf. In der DTM-Gesamtwertung führt Spengler bisher mit 66 Punkten vor Paul di Resta (63) und Gary Paffett (57). Sollte di Resta seinen Startvorteil aber nutzen und das Rennen gewinnen, müsste Spengler vom 17. Startplatz bis auf Position zwei nach vorne fahren, um sich doch noch den Gesamtsieg zu sichern.

Der 27-Jährige gab sich trotz der schlechten Platzierung kämpferisch: "Das wird ganz schwierig, aber wieso soll ich aufgeben?"

Spenglers schärfster Rivale, Paul di Resta, sicherte sich die Pole Position für den ersten Meisterschaftslauf der DTM in China. Der Mercedes-Pilot verwies seinen britischen Landsmann und Markenkollegen Paffett auf den zweiten Rang. Die drei Mercedes-Piloten machen den Titel unter sich aus und ermitteln den Nachfolger von Timo Scheider.

Audi-Fahrer Scheider, der nach zwei Titelgewinnen in Folge am Sonntag keine Chance mehr auf den Gesamtsieg hat, steht trotz eines heftigen Unfalls auf dem vierten Startplatz.

Zahlreiche Unfälle auf dem harten Kurs

Insgesamt vier Mal musste das Qualifying auf dem 2,465 Kilometer langen Stadtkurs in der 20-Millionen-Metropole nach Unfällen unterbrochen werden. Es entstand reichlich Schrott, doch alle Bruchpiloten überstanden die Abflüge ohne ernsthafte Verletzungen.

Dabei hatten die Veranstalter nach dem schweren Unfall von Mercedes-Pilot Maro Engel im ersten Training am Freitag noch in einer Nachtaktion versucht, möglichst viele Gefahrenstellen rund um die Rennstrecke zu entschärfen.

"Die Strecke ist eine große Herausforderung für Fahrer und Fahrzeuge, wie heute zahlreiche Mauerkontakte und Unterbrechungen gezeigt haben", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug.

jok/sid/dpa

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