Dumm gelaufen Mit dem Kopf durch die Wand

Jubelnde Käsköppe, ein durch die Luft geschleuderter Pfundskerl, vorbei geschobene Putts und ein Torschützenkönig als Cocktailtisch. Die Welt des Sports bot auch in der vergangenen Woche kuriose Situationen. SPIEGEL ONLINE zeigt in einer Fotostrecke Athleten, denen es übel erging und die dennoch nicht verzagten.












Voll gegen die Wand: Eigentlich ist ein Baseball-Diamond, wie das Spielfeld des amerikanischen Nationalsports genannt wird, unendlich. Doch weil auch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten nicht endlos Platz ist, bilden die Stadien inzwischen natürliche Grenzen um diesen grünen Diamanten. Darren Bragg von den Atlanta Braves musste im Spiel gegen die Los Angeles Dodgers kürzlich mit der zwar gepolsterten, aber dennoch harten Umrandung Bekanntschaft machen. Beim Versuch einen von Robin Ventura geschlagenen Ball unter Kontrolle zu bringen, krachte Bragg in die Mauer und verlor nach Meinung des Schiedsrichters auch anschließend den Ball. Für Dodgers-Spieler Ventura war diese Entscheidung ein eher zweifelhaftes Vergnügen, denn der langsamste Spieler der Kalifornier musste laufen, was das Zeug hielt. Solange bis schließlich ein In-the-Park-Homerun zustande kam. "Zuerst lachten wir fürchterlich, dann habe ich etwas Wasser getrunken und mich erst einmal vor den Ventilator gesetzt", lautete Venturas knapper Kommentar. Keinen Grund zur Sorge: Auch wenn es hier den Anschein hat, muss sich der deutsche Radsprinter Jens Fiedler nach seinem Sturz vom Rad nicht schämen. Denn das Malheur passierte dem Sprinter erst auf der Ehrenrunde, nachdem er mit seinen Teamkollegen Rene Wolff und Carsten Bergemann bei der Bahnrad-WM in Stuttgart im Mannschaftswettbewerb Gold gewinnen konnte. Hilflos auf der Matte: Bei den Olympischen Spielen in Sydney vor knapp drei Jahren war Schwergewichtsringer Rulon Gardner aus den USA noch gefeierter Held, nachdem er im Kampf um Gold den zuvor unbezwingbaren Russen Aleksandr Karelin (Spitzname: "Der sibirische Bär") aufs Kreuz legte. Doch am vergangenen Wochenende erlebte Rulon bei den XIV. Panamerikanischen Spielen auf der Dominikanischen Republik eine böse Überraschung. Gegen den Kubaner Mijian Lopez unterlag der Farmersohn aus Wyoming im Finale klar mit 0:5. Trotz seines stattlichen Gewichts von rund 130 Kilo war Rulon dabei von dem quirligen Kubaner mehrfach durch die Luft gewirbelt worden.
Tiger, erschüttert: Im Golf entscheiden oft Millimeter zwischen Triumph und Niederlage. Dies musste auch am vergangenen Sonntag Superstar Tiger Woods bei der Buick Open in Michigan feststellen. Am 17. Loch hatte der Weltranglistenerste die Chance zu einem Birdie, dennoch verfehlte sein Ball das kleine Loch im grünen Rasen um eine Winzigkeit. Kein Wunder, dass in einem solchen Fall auch ein Tiger in die Knie geht. Den Sieg sicherte sich am Ende US-Open-Champion Jim Furyk mit zwei Schlägen Vorsprung vor Woods. Watscheln mit Ronaldo: Was hier aussieht, wie der letzte Schrei aus dem Fanshop Real Madrids ("Holen Sie sich den neuen Ronaldo-Cocktail-Tisch!"), ist nichts weiter als ein bizarre Gymnastikübung, die der brasilianische Stürmerstar während der Saisonvorbereitung seiner Mannschaft vollführte. Real Madrid ist derzeit auf Asien-Tour, um seine Fanbasis in Fernost zu stärken. In Tokio wurde auch Ronaldos sportgymnastisches Kunststück während eines öffentlichen Trainings von Photographen festgehalten. Gefeierte Käskoppe: In Wisconsin, dem Herzen der US-amerikanischen Milchindustrie, tragen die Sportfans gerne die legendären "Cheeseheads" als Kopfbedeckung, obwohl sie damit total bescheuert aussehen. Beim zur Champcar-Serie gehörenden Road-America-Rennen in Elkhart Lake drehten die Athleten einmal den Spieß um. Bei der Siegerehrung zum Mario-Andretti-Grand-Prix unterwarfen sich der Brasilianer Bruno "Junkie" Junqueira (M.) sowie Sebastien Bourdais aus Frankreich (r.) und der Kanadier Alex Tagliari den lokalen Modevorschriften.

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