Edmonton Silbermedaillengewinner war gedopt

Der algerische Weltmeisterschafts-Zweite über 5000 Meter, Ali Saidi-Sief, ist des Dopings überführt worden und muss damit rechnen, dass sein Ruhm nur von kurzer Dauer war.


Zürich - Algeriens Vize-Weltmeister Saidi-Sief war bei der WM in Edmonton gedopt. Nachdem der algerische Leichtathletik-Verband am Rande des Golden-League-Meetings in Zürich bekannt gab, dass der Langstreckenläufer Ali Saidi-Sief bei seinem WM-Silber über 5.000 m in Edmonton unter dem Einfluss der anabol wirkenden Subtanz Nandrolon stand, bestätigte nun auch der Weltverband IAAF das positive Ergebnis.

Nun droht Saidi-Sief nicht nur eine Sperre von zwei Jahren, sondern auch die Aberkennung seiner WM-Medaille. "Wir bestätigen das Ergebnis. Und auch die B-Probe von Ali Saidi-Sief ist positiv", sagte IAAF-Sprecher Georgio Reineri.

Wird dem Algerier sein zweiter Rang von Edmonton nachträglich aberkannt, so rückt der bisher Drittplatzierte über 5000 Meter, Million Wolde (Äthiopien), auf den Silberrang, dem Kenianer John Kibowem würde in diesem Fall die Bronzemedaille zugesprochen.

Bei der WM waren insgesamt drei Doping-Fälle bekannt geworden. Der rumänischen Speerwerferin Ana Mirela Termure und der weißrussischen 400-Meter-Läuferin Natalja Sologub wurden jeweils in A- und B-Probe überhöhte Werte von Norandrosteron nachgewiesen. Sie waren sofort von der IAAF suspendiert worden.

Zuvor war bereits die kanadische Sprinterin Venolyn Clarke der Leistungsmanipulation überführt worden. Bei ihr war bei einer Kontrolle am 31. Juli das anabole Steroid Stanozolol entdeckt worden. Clarke war im 100-Meter-Viertelfinale als Letzte ihres Laufes ausgeschieden.



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