Handball Füchse Berlin schlagen HSV und holen erstmals den EHF-Pokal

Die Füchse Berlin sind EHF-Pokalsieger. Im deutschen Finale gegen den HSV Hamburg gewannen sie knapp in eigener Halle. Auf dem dritten Platz landete das dänische Team Skjern Håndbold.

Berliner Torhüter Heinevetter: Riesenjubel bei den Füchsen nach EHF-Pokalerfolg
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Berliner Torhüter Heinevetter: Riesenjubel bei den Füchsen nach EHF-Pokalerfolg


Die Füchse Berlin haben zum ersten Mal den Handball-EHF-Pokal gewonnen. Die Gastgeber besiegten im ersten deutschen Finale seit 2011 den HSV Hamburg 30:27 (16:13). Vor einem Jahr hatten die Füchse ebenfalls vor eigenem Publikum beim Final Four nur Platz drei belegt.

Die besten Schützen für die Berliner waren Konstantin Igropulo und Petar Nenadic mit jeweils sechs Toren. Für die Hamburger war Kentin Mahé mit zehn Treffern am erfolgreichsten. Damit haben die Füchse auch ihrem Trainer Dagur Sigurdsson zum Abschied den großen Traum vom ersten internationalen Titel der Vereinsgeschichte erfüllt. Der Isländer wird zukünftig nur noch die Handball-Nationalmannschaft betreuen.

Die Hamburger dagegen verpassten zwei Jahre nach dem sensationellen Triumph in der Champions League einen weiteren Coup. Angeführt vom starken Russen Igropulo erwischten die Füchse den besseren Start und nährten früh die Hoffnung auf einen Heimsieg gegen Hamburg. Nationalkeeper Silvio Heinevetter zeigte bei den Berlinern lange eine starke Leistung.

Verletzung von Dominikovic schockiert den HSV

Die Hamburger mussten dafür früh einen Schock verdauen. Davor Dominikovic blieb Mitte der ersten Halbzeit nach einem Zusammenprall auf dem Feld liegen und schrie vor Schmerzen. Erst nach einer mehrminütigen Behandlungspause wurde die Begegnung fortgesetzt, der Kroate konnte aufgrund einer Schulterverletzung jedoch nicht mehr mitwirken und wurde aus der Halle gebracht. Zu diesem Zeitpunkt wechselte mehrfach die Führung, weil auch die Füchse am starken Hamburg-Keeper Johannes Bitter verzweifelten.

In der Folge drehte Berlin offensiv auf und erarbeitete sich einen komfortablen Fünf-Tore-Vorsprung (15:10). Doch selbst das sollte noch nicht reichen, und Hamburg schaffte in der 45. Minute trotz der Roten Karte für Alexandru Simicu den Ausgleich. Berlin behielt aber in der spannenden Schlussphase mit vielen Nickligkeiten den Überblick und setzte sich schließlich verdient durch.

Dritter Rang für dänisches Team

Im kleinen Finale war Skjern Håndbold erfolgreich und belegte den dritten Platz. Die Handballer aus Dänemark gewannen gegen Gorenje Velenje 27:22 (12:13).

Vor rund 6000 Zuschauern warfen Morten Christensen, Daniel Svensson und Henrik Møllgaard je sechs Tore für Skjern, die am Vortag ihr Halbfinale gegen den HSV Hamburg 23:27 verloren hatten. Mario Sostaric traf sechsmal für die Slowenen, die im Semifinale 24:27 an den Füchsen Berlin gescheitert waren.

Die Dänen liefen lange Zeit einem Rückstand hinterher. Nach dem 5:9 (14.) hatten sich die Skandinavier besser auf das schnelle Kombinationsspiel der Slowenen eingestellt. Beim 10:10 (27.) glich Skjern erstmals aus, geriet dann aber wieder mit drei Toren in Rückstand (38.). Erst in der Schlussphase drehten die Dänen das Spiel, erzielten beim 20:19 (49.) ihre erste Führung und hielten sie bis zum Ende.

zaf/krä/dpa



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