Eishockey-WM Deutschland scheitert im Viertelfinale an Rekordmeister Kanada

Sie hatten sich vorzeitig für das Viertelfinale qualifiziert, doch gegen Kanada war dort Schluss: Der Titelfavorit brachte den deutschen Eishockey-Frauen ihre höchste Niederlage des Turniers bei.
Bernadette Karpf (links) und Emily Clark während des Viertelfinal-Spiels zwischen Deutschland und Kanada bei der Eishockey-WM in Finnland.

Bernadette Karpf (links) und Emily Clark während des Viertelfinal-Spiels zwischen Deutschland und Kanada bei der Eishockey-WM in Finnland.

Foto: HEIKKI SAUKKOMAA/ AFP

Die deutschen Eishockey-Frauen sind im Viertelfinale der Weltmeisterschaft in Finnland gegen Rekordmeister Kanada ausgeschieden. Das Team von Bundestrainer Christian Künast unterlag den Kanadierinnen 0:5 (0:1, 0:2, 0:2).

18 Schüsse bekam Torhüterin Jenny Harß in den ersten 20 Minuten auf ihr Tor, einen davon verwandelte Blayre Turnbull zur Führung für Kanada (8. Minute). Das deutsche Team hatte im Auftaktdrittel fünf Chancen. Nach dem 2:0 durch Kapitänin Brianne Jenner (28.) fand das Spielgeschehen im Mittelabschnitt vor allem im deutschen Drittel statt. Laura Stacey erhöhte auf 3:0 (30.).

Die kanadischen Eishockeyspielerinnen Natalie Spooner, Erin Ambrose, Blayre Turnbull, Jocelyne Larocque and Sarah Nurse (von links) hatten nach dem Sieg gegen die DEB-Auswahl Grund zur Freude.

Die kanadischen Eishockeyspielerinnen Natalie Spooner, Erin Ambrose, Blayre Turnbull, Jocelyne Larocque and Sarah Nurse (von links) hatten nach dem Sieg gegen die DEB-Auswahl Grund zur Freude.

Foto: LEHTIKUVA/ REUTERS

Auch im letzten Drittel gelang der Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) kein Treffer, stattdessen erhöhten Natalie Spooner (44.) und erneut Turball (52.) für den Favoriten zum 5:0-Endstand.

Titelanwärter Kanada und USA

Deutschland hatte sich vorzeitig für das WM-Viertelfinale qualifiziert und nach Siegen gegen Schweden (2:1 nach Penaltyschießen) und Japan (3:2) sowie Niederlagen gegen Tschechien (0:2) und Frankreich (2:3) die Vorrunde als Zweiter beendet. Trainer Künast erreichte bei seiner ersten WM als Frauen-Bundestrainer immerhin das Ziel K.-o.-Runde.

Die kanadische Eishockey-Nationalmannschaft der Frauen ist neben den USA Anwärterin auf die Goldmedaille bei dem Turnier. Sie gewann insgesamt zehn (von 18 möglichen) Weltmeistertiteln und vier (von sechs möglichen) Olympischen Goldmedaillen.

Zuvor hatte sich bereits Titelverteidiger USA 4:0 (1:0, 1:0, 2:0) gegen Japan durchgesetzt. Im Viertelfinale trifft weiter Russland auf die Schweiz und Finnland auf Deutschlands Gruppengegner Tschechien. Die Spiele des Halbfinals finden am 13. April statt, das Finale einen Tag später. Die Partien werden im Internet live auf Thefan.fm  übertragen.

ngo/dpa/sid
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