Eisschnelllauf Claudia Pechstein holt ihren 39. deutschen Meistertitel - ohne Konkurrenz

Die Eisschnellläuferin Claudia Pechstein hat ihren Rekord bei den deutschen Meisterschaften in Inzell mit Titel Nummer 39 ausgebaut. Kurios: Sie wurde eigentlich nur Zweite.

Claudia Pechstein holt ihren 39. deutschen Meistertitel ohne deutsche Konkurrenz
Camera 4/ imago images

Claudia Pechstein holt ihren 39. deutschen Meistertitel ohne deutsche Konkurrenz


Claudia Pechstein hat über 5000 Meter ihre 39. Goldmedaille bei deutschen Eisschnelllauf-Meisterschaften gewonnen. Für die 47-Jährige ein besonderer Titel, denn Pechstein lief ohne deutsche Konkurrenz.

Ein Tag zuvor fand der Lauf über 3000 Meter statt, weshalb sich ihre deutschen Konkurrentinnen Roxanne Dufter und Michelle Uhrig dafür entschieden, die 5000 Meter auszulassen. Die doppelte Belastung wäre zu groß gewesen.

Alleine musste Pechstein jedoch nicht übers Eis laufen: Erstmals nahmen an der Deutschen Meisterschaft der Eisschnellläufer auch internationale Konkurrenten teil. Der Wettbewerb erhält dadurch das dreifache an Teilnehmern und einen höheren Anteil an Zuschauern.

Pechstein, fünfmalige Olympiasiegerin, wurde in dem Rennen zwar nur Zweite hinter der dreimaligen Olympiasiegerin Martina Sablikova aus Tschechien, aber holte sich die Meisterschaft.

"Mein Ziel war es, konstant zu laufen, es ist eine ordentliche Zeit herausgesprungen", sagte Rekordmeisterin Pechstein. "Dass sich keine der Konkurrentinnen auf den 5000 Metern gestellt hat, dafür kann ich nichts."

Zuvor hatte der überraschende Rücktritt der Präsidentin der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) Stefanie Teeuwen am vergangenen Donnerstag ein düsteres Bild auf den nach dem Rückzug des Hauptsponsors DKB finanziell am Boden liegenden Verband geworfen.

Pechstein hatte daraufhin ihren Lebensgefährten Matthias Große als Teeuwens Nachfolger ins Gespräch gebracht. "Das ist genauso unrealistisch, als würde ich meine Frau für das Präsidentenamt vorschlagen", sagte Bundestrainer Erik Bouwman in der "Süddeutschen Zeitung". Bouwman hatte Pechstein Ende Oktober mitgeteilt, dass er "keinen Bock" darauf habe, dass sie in der deutschen Auswahl trainiere.

mjm/dpa



insgesamt 8 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
spon-facebook-1049022215 09.11.2019
1. Wertloser Artikel
Ohne Angabe der Siegerzeit Sablikovás und Pechsteins Rückstand läßt sich Pechsteins Leistung nicht bewerten. Daß die deutsche Konkurrenz nicht über 5000 m angetreten ist, sagt darüber nichts aus, eher über deren Schwäche.
Udo_1234 09.11.2019
2. Aha
Also für die Konkurrenz wäre es zu viel Belastung gewesen. Das Frau Pechstein die 3000m aber auch lief und dabei gewonnen hat, scheint dabei nicht von Interesse. Auch die Zeiten über 5000m wären schön gewesen. Im großen und ganzen ein sehr schwacher Artikel.
post_fuer_tutu 09.11.2019
3. Matthias Große
Als Präsident? War da nicht mal was von wegen Doping? War der als Trainer nicht deswegen mal gesperrt?
viceman 09.11.2019
4. Glückwunsch an
Frau Pechstein, was ist das für ein Land, in dem sie konkurrenzlos ist, als bald 50-jährige! Starke Leistung von ihr und Schande für den Verband!
Bärwurz 1412 gestern, 01:37 Uhr
5. Claudia - Chapeau!
Meinen aufrichtigen Respekt! Bitte weitermachen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.