Historische Bestmarke Kipchoge läuft Marathon unter zwei Stunden

42,195 Kilometer in weniger als zwei Stunden zu laufen, galt lange als unmöglich. In Wien bewies Marathon-Weltrekordhalter Eliud Kipchoge nun das Gegenteil.

Eliud Kipchoge auf der präparierten Strecke in Wien
Herbert Neubauer/AFP

Eliud Kipchoge auf der präparierten Strecke in Wien


In Wien hat der Kenianer Eliud Kipchoge in 1:59,40 Stunden einen Marathon bewältigt. Der 34-Jährige ist der erste Mensch, der für die 42,195 Kilometer weniger als zwei Stunden benötigte. Offiziell gewertet wird der Lauf jedoch nicht, da er unter Laborbedingungen stattfand.

Bei seinem ersten Versuch vor zwei Jahren hatten Kipchoge nur 26 Sekunden gefehlt. Dieses Mal war ein 9,6 Kilometer langer Rundkurs im Wiener Prater neu asphaltiert worden. Außerdem standen Kipchoge 41 Weltklasseläufer zur Seite, darunter auch die Ingebrigtsen-Brüder.

Weil die Tempomacher regelmäßig ausgetauscht wurden, konnte der Marathon-Weltrekordhalter und Olympiasieger von 2016 ununterbrochen im Windschatten laufen. Zudem war Kipchoge nicht auf vorgeschriebene Verpflegungspunkte angewiesen, wie es bei offiziellen Wettkämpfen des Leichtathletik-Weltverbands IAAF der Fall ist. "Das hat dann nicht mehr viel mit dem klassischen Marathonwettbewerb zu tun", hatte der deutsche Marathonläufer Philipp Pflieger zuvor im SPIEGEL-Interview gesagt.

Die Kosten trug der britische Chemiekonzern Ineos, der sich seit einiger Zeit im Profisport betätigt. Im Fußball übernahm der Konzern in diesem Jahr den französischen Erstligisten OGC Nizza und im Radsport das Team Sky. Von Umweltaktivisten gibt es immer wieder Kritik an Ineos, unter anderem weil das Unternehmen Fracking unterstützt, eine umstrittene Methode der Öl-und Gasförderung.

mrk

insgesamt 28 Beiträge
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gumbofroehn 12.10.2019
1. Ein Faszinosum ...
... und eine gewaltige Leistung, keine Frage. Gratulation an Eliud Kipchoge und sein Team. Mit Ausnahme des letzten Kilometers, den er nochmal deutlich schneller gelaufen ist, haben sich alle km-Zeiten zwischen 2:48 und 2:52 Min. bewegt. Aber klar, es war kein regulärer Weltrekord. Lässt aber für die Zukunft durchaus träumen ...
ulisses 12.10.2019
2. wow
Herzlichen Glückwunsch, Herr Eliud Kipchoge. Das ist ein Meilenstein. Sportler des Jahres 2019.
noworriesmate 12.10.2019
3. Historisch
Glückwunsch zu dieser historischen Leistung. Auch wenn dieser Lauf nicht als Weltrekord anerkannt wird, war es doch eine Demonstration was möglich ist. Auch wenn es Tempomacher gab, gelaufen ist er die Strecke immer noch selbst. Für die Mittelstrecken gab es schon in der 80er Jahren Tempomacher die dann ausgestiegen sind um Weltrekorde Möglichkeiten machen. Die Frage ist also, warum dies in irgendeiner Art die grandiose Leistung schmälern sollte.
jujo 12.10.2019
4. ...
Dann ist ja alles klar, die Werbeeinnahmen werden sprudeln!
TOKH1 12.10.2019
5. Augenwischerei
diesen Eekord hätten unter diesen Bedingungen sicher auch andere gelaufen. Die Frage ist zudem wie sauber Leistungssport überhaupt noch ist. wenn ich mir die Läufer und Läuferinnen aus dem Nike-Projekt anschaue dann bekomme ich eine Gänsehaut. Doping, Nur noch Haut und Knochen. Völlig maximiert auf Vorzeigeleistungssteigerungen,, die normale Leistungssportler in mehreren Jahren nicht erreichen haben nichts mit Profisport zu tun, den ich meinen Kindern als Vorbild präsentieren möchte, sondern mit kaputten Typen. Siehe Klosterhalfen.
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