Umstrittener Ex-Profi Tennis-Funktionär Gimelstob kündigt Rücktritt an

Justin Gimelstob zieht nun doch Konsequenzen aus seiner Verurteilung wegen Körperverletzung. Der Tennisfunktionär und ehemalige Profi erklärt den Rücktritt von seinem Job in der Spielergewerkschaft ATP.

Justin Gimelstob reagiert auf die Vorwürfe und seine Verurteilung: Rücktritt
Matthew Stockman Getty Images

Justin Gimelstob reagiert auf die Vorwürfe und seine Verurteilung: Rücktritt


Der frühere Tennisprofi Justin Gimelstob hat seinen Rücktritt als Funktionär aus dem Board of Directors der Tennis-Gewerkschaft ATP angekündigt. Der US-Amerikaner reagierte damit auf seine Verurteilung wegen Körperverletzung durch ein amerikanisches Gericht.

"Ich trete zurück, weil es zu viel Ablenkung gibt, um meinen Job für den Sport und die Spieler zu machen", begründete der 42-Jährige in der "Times". Er übernehme die Verantwortung "für die Fehler, die ich in der Halloween-Nacht gemacht habe".

Gimelstob war im November des Vorjahres kurzzeitig festgenommen worden, weil er einen Freund seiner Ex-Frau verprügelt hatte. Ein Gericht hatte ihn daraufhin zu einer Haftstrafe von drei Jahren auf Bewährung und 60 Tagen gemeinnütziger Arbeit verurteilt.

Schon zuvor war der Gewinner der Mixed-Turniere bei den Australian Und French Open von 1998 durch beleidigende Äußerungen aufgefallen. So hatte er die Spielerin Anna Kurnikova frauenfeindlich beschimpft und sich auch über Schwule abfällig geäußert.

Den Rücktritt Gimelstobs aus der einflussreichen ATP-Organisation hatte zuvor der schweizer Topspieler Stan Wawrinka verlangt. "Gimelstob ist wegen einer gewalttätigen Attacke verurteilt worden". Solch ein Verhalten sei "unmöglich zu unterstützen".

aha/rtr



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