Fed Cup Rittner nominiert Witthöft und Siegemund

Das deutsche Fed-Cup-Team gilt ohne Angelique Kerber gegen die USA als Außenseiter - daran ändert auch die Absage von Serena Williams nichts. Bundestrainerin Barbara Rittner setzt auf zwei Debütantinnen.

Carina Witthöft
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Carina Witthöft


Nach der Absage der Weltranglistenzweiten Angelique Kerber hat Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner zwei Debütantinnen und zwei Routiniers in ihr Aufgebot für das Erstrundenduell am 11. und 12. Februar auf Hawaii gegen die USA berufen. Das vierköpfige Team bilden Andrea Petkovic und Julia Görges sowie die Neulinge Laura Siegemund und Carina Witthöft. Das teilte der Deutsche Tennis Bund (DTB) mit.

Allerdings muss auch US-Teamchefin Kathy Rinaldi auf ihre besten Spielerinnen verzichten. Die Weltranglistenerste Serena Williams, die das Finale der Australian Open gegen ihre ältere Schwester Venus gewonnen hatte, verzichtet ebenso wie ihre Schwester auf die Teilnahme. Die USA treten mit Kerber-Bezwingerin Coco Vandeweghe, Alison Riske, Shelby Rogers und Bethanie Mattek-Sands auf Hawaii an.

"Laura hat sich diese Nominierung mit ihren sensationellen Leistungen der letzten Monaten mehr als verdient", sagte Rittner über ihre Entscheidung für Siegemund und Witthöft. "Auch Carina soll nun die Chance bekommen, in den Fed Cup hineinzuschnuppern und zu lernen. Petkovic und Görges weisen zusammen bereits 27 Fed-Cup-Einsätze auf.

Die 29-jährige Kerber hatte schon vor Beginn der Australian Open wegen des Reisestresses abgesagt und diese Entscheidung auch nach ihrem Achtelfinal-Aus gegen Vandeweghe nicht revidiert. Rittner reagierte darauf mit Verständnis, räumte aber ein: "Natürlich sind wir alle traurig und dadurch jetzt auch Außenseiter in den USA."

Kerber hatte aber betont, dass sie für ein mögliches Halbfinale oder die Play-off-Partie um den Klassenerhalt im April zur Verfügung stehe.

krä/sid



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Sibylle1969 02.02.2017
1. Absage von Kerber nachvollziehbar
Die Fedcup-Begegnung zwischen Deutschland und den USA findet am 11. und 12. Februar in Hawaii statt. Das sind 12 Stunden Zeitverschiebung zu Mitteleuropa. Kerber muss am Dienstag, den 14. Februar in Doha antreten. Die kürzeste Flugverbindung von Hawaii nach Doha dauert ca. 30 Stunden. D.h. selbst wenn man sich am Sonntag Abend in Hawaii ins Flugzeug setzt, ist man frühestens am Dienstag morgen in Doha. Da müsste Angelique Kerber dann mit Jetlag sofort auf den Tenniscourt hetzen. Jeder, der schon mal einen Langstreckenflug von West nach Ost gemacht hat, weiß, dass man am Ankunftstag unter dem Jetlag leidet. Selbst wenn man Business oder First fliegt, geht das nicht spurlos an einem vorüber. Man darf annehmen, dass die USA als Gastgeber mit Absicht Hawaii als Austragungsort gewählt haben, damit Kerber nicht antreten kann. Denn auch von der US-Ostküste sind es 6 Stunden Zeitverschiebung nach Hawaii, also genauso viel wie zwischen der US-Ostküste und Mitteleuropa.
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