Football New Orleans gewinnt überraschend Super Bowl

Zum ersten Mal haben die New Orleans Saints die Meisterschaft in der NFL gewonnen. Im Super Bowl gelang dem Team von Quarterback Drew Brees ein überraschender Sieg über die Indianapolis Colts - deren Spielmacher Peyton Manning leistete sich den entscheidenden Fehler.


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Super Bowl: Brees und die Saints triumphieren
Hamburg - In New Orleans wird in den kommenden Tagen Ausnahmezustand herrschen. Um das zu behaupten, muss man kein Prophet sein. Die New Orleans Saints haben im Super Bowl von Miami gesiegt. Es ist das erste Mal, dass der Mannschaft dies gelang - umso größer wird das Freudenfest ausfallen, wenn das Team in die Südstaatenmetropole zurückkehrt.

Es war ein überraschender 31:17-Sieg über die Indianapolis Colts - deren Spielmacher Peyton Manning leistete sich kurz vor Spielende den entscheidenden Fehlpass.

Die favorisierten Colts führten nach einem Viertel 10:0, davon aber ließen sich die Saints und ihr Quarterback Drew Brees nicht verunsichern. Der 31-Jährige erwischte im mit 74.000 Zuschauern ausverkauften Stadion in Miami zwar einen schwachen Start und war nur bei drei seiner ersten sieben Passversuche erfolgreich, danach aber leistete er sich kaum noch einen Fehler. Brees stellte mit 32 erfolgreichen Pässen die Super-Bowl-Bestmarke von Tom Brady aus dem Jahr 2004 ein. Mit seinen Abspielen gelangen dem Saints-Angreifer zwei Touchdowns und 288 Yards Raumgewinn - als Belohnung wurde er zum wertvollsten Spieler des Endspiels (MVP) gewählt. "Ich habe mir diesen Moment des Erfolges schon oft vorgestellt", sagte Brees. "In Wahrheit fühlt es sich aber noch viel schöner an."

Für die Saints ist es der erste Meistertitel in ihrer 43-jährigen Geschichte, jahrelang waren sie eine der schwächsten Mannschaften der Liga. Ihr Erfolg gilt landesweit als Symbol für den Wiederaufbau von New Orleans, nachdem Hurrikan "Katrina" Ende August 2005 für Verwüstung gesorgt und die anschließende Flut rund 80 Prozent der Stadt unter Wasser gesetzt hatte.

"Wir haben einfach an uns geglaubt", sagte Brees. "Wir wussten, dass wir eine ganze Stadt, und vielleicht sogar ein ganzes Land hinter uns hatten." Tom Benson, der Besitzer der Saints, ergänzte: "Alle unsere Fans in New Orleans dürfen an diesem Erfolg teilhaben."

Dreieinhalb Minuten vor dem Ende des Spiels, als seine Colts sieben Punkte zurücklagen, warf Quarterback Peyton Manning einen Pass in die Hände von Saints-Verteidiger Tracy Porter, der mit dem Ball in den Armen 74 Yards weit bis in die Endzone des Clubs aus Indianapolis lief.

Mit der Vorentscheidung im 44. Super Bowl krönte der 23-jähige Porter die Aufholjagd der Saints, die die letzten drei Viertel des Spiels 31:7 für sich entschieden. Die Differenz von 14 Punkten im Ergebnis ist die größte seit sieben Jahren, am 27. Januar 2003 schlugen die Tampa Bay Buccaneers die Oakland Raiders 48:21.

mpl



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