Nach Unfall in Spa-Francorchamps Ärzte holen Formel-2-Pilot Correa aus künstlichem Koma

Zwei Wochen nach seinem Atemstillstand liegt der schwer verunglückte Rennfahrer Juan Manuel Correa nicht mehr im Koma. Sein Zustand ist aber weiterhin ernst.

Juan Manuel Correa ist nach seinem schweren Unfall aus dem Koma erwacht
Gareth Harford/ LAT Images/ imago images

Juan Manuel Correa ist nach seinem schweren Unfall aus dem Koma erwacht


Der beim Formel-2-Rennen in Spa schwer verunglückte Juan Manuel Correa ist von den Ärzten aus dem künstlichen Koma geholt worden. Der Amerikaner sei bei Bewusstsein, aber noch nicht völlig erwacht, teilte Correas Medienagentur mit.

"Auch wenn das großartige Nachrichten sind und ein großer Schritt in die richtige Richtung, ist er immer noch in einem Rennen gegen die Zeit", hieß es. Correa bleibe auf der Intensivstation eines Londoner Krankenhauses. Sein Zustand sei nicht mehr kritisch, aber immer noch ernst.

Der 20 Jahre alte Juan Manuel Correa war bei dem Rennen in Belgien Ende August nach der berüchtigten Kurve Eau Rouge mit voller Geschwindigkeit in das in einer Auslaufzone neben der Fahrbahn stehende Auto des Franzosen Anthoine Hubert gerast. Huberts Wagen war zuvor in die Begrenzungsmauer eingeschlagen und stand quer zur Fahrtrichtung. Er verstarb kurze Zeit später im Medical Center an der Strecke.

Schwere Beinverletzungen erfordern weitere Operation

Correa erlitt bei dem Unfall schwere Beinverletzungen. Zudem wurde seine Lunge in Mitleidenschaft gezogen. In Lüttich wurde der 20-Jährige noch am Unglücksabend vier Stunden lang operiert. Nach seiner Verlegung in eine Klinik in London wurde Correa aufgrund eines akuten Atemnotsyndroms in eine künstliche Bewusstlosigkeit versetzt.

Correas Ärzte planen nun eine dringend notwendige Beinoperation. Diese soll das Risiko dauerhafter Schäden minimieren. Die OP sei jedoch erst möglich, wenn Correas Lunge einen mehrstündigen Eingriff überstehen könne.

Das Unglück von Spa hatte eine Sicherheitsdebatte ausgelöst. Der Unfallhergang wird weiter untersucht.

svs/dpa/sid

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Seite 1
cindy2009 21.09.2019
1. Gute Besserung
Ich drücke da mal alle Daumen. Es wäre tragisch, wenn solch einem jungen Menschen, der zur Unterhaltung vieler Menschen sein Leben riskiert, sein Leben ruiniert würde.
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