Nach Formel-3-Unfall Flörsch erfüllt sich mit dem Comeback in Macao einen Traum, scheidet aber aus

Ein Halswirbelbruch, aber keine Lähmungserscheinungen: Vor einem Jahr verunfallte Rennfahrerin Sophia Flörsch in Macao schwer. Nun war sie erstmals wieder dort am Start.

Flörsch schied in Macao nach der Hälfte aus
Luca Bruno/AP/dpa

Flörsch schied in Macao nach der Hälfte aus


"Ich freue mich riesig, wieder in Macao zu fahren", hatte Formel-3-Pilotin Sophia Flörsch vor ihrer Rückkehr auf die Strecke ihres schweren Unfalls gesagt. Vor ziemlich genau einem Jahr war Flörsch in Macao schwer verunglückt, erlitt einen Halswirbelbruch - und wollte doch unbedingt beim nächsten Rennen in Macao wieder am Start sein. Es ist ihr gelungen.

Das Rennen beendete sie allerdings nicht. Nach sieben von 15 Runden musste die 18-Jährige ihren Wagen wegen technischer Probleme abstellen. Nach ihrem vorzeitigen Aus auf einem der letzten Plätze verfolgte sie hinter der Leitplanke mit, wie ihr Wagen abgeschleppt wurde. Flörsch war nach der durchwachsenen Qualifikation von Rang 21 ins Formel-3-Rennen gegangen.

"Auch beim zweiten Mal in Macao bin ich nicht ins Ziel gekommen, vielleicht wird es dann nächstes Jahr ein Top-5-Platz", sagte Flörsch: "Ich habe es von Anfang an als Vorbereitung auf nächstes Jahr gesehen. Hier auf einem der anspruchsvollsten Kurse weltweit mit einem neuen Auto zu fahren, war eine große Herausforderung für mich. Ich habe viel gelernt in den vergangenen Tagen."

Die Pilotin hatte erst kurzfristig einen Vertrag beim HWA-Team unterschrieben, ihr Auto kannte sie vor den ersten Runden in Macao nur aus dem Simulator. Dennoch hatte sich Flörsch auf ihr Comeback gefreut: "Dass es in diesem Jahr schon funktioniert, zeigt, dass man auch Träume erreichen kann, wenn man an sich glaubt und hart dafür arbeitet."

Rookie Richard Verschoor gewann das Rennen vor Jüri Vips aus Estland, der von der Poleposition gestartet war. David Beckmann schaffte es als bester Deutscher auf Platz neun, Andreas Estner (20.) und Michael Schumachers Neffe David (21.) landeten weit hinten. Der Österreicher Ferdinand von Habsburg hatte einen Crash in die Leitplanke in der zwölften Runde, konnte seinen Wagen aber selbst wieder verlassen.

ptz/dpa



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krispetersen 17.11.2019
1. Zwei Dinge
1. Schön für sie, ich hoffe, dass sie in der nächsten Saison weiter vorne mitmischen kann. 2. Das machen die Habsburger also heute! Gut zu wissen.
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