French Open Deutsche Außenseiter chancenlos gegen die Tennisstars Federer und Nadal

Rafael Nadal hat bei den French Open in Yannick Maden den zweiten deutschen Tennisprofi aus dem Turnier geworfen. Roger Federer bezwang Oscar Otte. Und Julia Görges wechselt den Trainer.

Roger Federer (l.), Oscar Otte
CAROLINE BLUMBERG/EPA-EFE/REX

Roger Federer (l.), Oscar Otte


Zwei deutsche Tennisprofis sind bei den French Open in Paris ausgeschieden - doch das war angesichts der namhaften Gegner keine Überraschung. Yannick Maden galt bereits vor der Partie gegen den Sandplatzspezialisten Rafael Nadal allenfalls als Außenseiter - und auch Oscar Otte waren gegen Roger Federer kaum Chancen eingeräumt worden.

Und es kam wie erwartet: Nadal besiegte Maden 6:1, 6:2, 6:4. Bereits in der ersten Runde hatte der Spanier einen Deutschen aus dem Turnier geworfen: Yannick Hanfmann. Federer hatte mit Otte ebenfalls keine Mühe: Er gewann nach 1:36 Stunden 6:4, 6:3, 6:4 - auch wenn sein Gegner ihn ein paar Mal in Verlegenheit bringen konnte.

Maden wehrte sich gegen den elfmaligen Paris-Sieger ebenfalls nach Kräften. Er stand immerhin 2:09 Stunden auf dem Court Suzanne Lenglen, wo er hin und wieder auch angefeuert wurde. Hanfmann war es in der ersten Runde gelungen, Nadal für 1:57 Stunden zu beschäftigen. Für Nadal war es in Roland Garros der 88. Sieg im 90. Match.

Yannick Maden
Christophe Ena / DPA

Yannick Maden

Auch ein dritter Deutscher Starter ist am Mittwoch ausgeschieden: Philipp Kohlschreiber verlor bei seiner 15. Teilnahme in Roland Garros das "Altherren-Duell" gegen den Franzosen Nicolas Mahut 3:6, 3:6, 3:6. Nach 2:01 Stunden musste sich der 35-Jährige seinem zwei Jahre älteren Kontrahenten geschlagen geben.

Eine erste Konsequenz aus ihrem Ausscheiden hat Julia Görges gezogen: Sie trennte sich von Trainer Michael Geserer. Neuer Coach der 30 -Jährigen wird der drei Jahre jüngere Ex-Profi Sebastian Sachs. Görges arbeitete seit 2016 mit dem 49-jährigen Geserer zusammen und gewann unter ihm fünf ihrer sieben Titel.

bka/dpa/sid



insgesamt 4 Beiträge
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tschischdig 29.05.2019
1. Rafael Nadal
Bei Rafael Nadal muß man immer die Zeit abziehen, die er für seine Vorbereitungen für seine Aufschläge braucht. Deshalb muß man die Bruttozeit, die ihm seine Gegner aufzwingen, etwas relativieren. Einen Geschwindigkeitsrekord wie seinerzeit Steffi Graf bei ihrem Roland Garros Finale kann Rafael Nadal nicht aufstellen, auch wenn man dies auf 3 Sätze hochrechnen würde.
kopi4 30.05.2019
2.
Für Maden und Otte war die Auslosung wie ein sechser im Lotto. Sie hätten auch weitgehend unbemerkt auf einem Nebenplatz gegen die Nr.38 der Welt verlieren können. Stattdessen große Bühne und die zwei größten Namen des Tennis. Autogramme und Selfies auf dem Platz haben sie sich immerhin verkniffen...
jean-baptiste-perrier 30.05.2019
3. Achtung Siegemund!
Für alle die gestern beim Match Bencic gegen Siegemund im dritten Satz beim 4:1 für Bencic ausgestiegen sind: Siegemund hat die zwei Breaks doch noch aufgeholt! Beim Stand von 4:4 wurde dann wegen Dunkelheit abgebrochen. Das Match wird heute nach dem Match von Thiem fortgesetzt!
jean-baptiste-perrier 30.05.2019
4. Siegemund auch raus!
Das Match von Bencic gegen Siegemund war nun ratzfatz zuende mit 6:4 für Bencic. Gratulation! Siegemund war kalt. Bencic ohne einen Unforced Error. Also ich wäre dafür abgebrochene Matche bei Gleichstand ohne Break zukünftig am nächsten Tag mit 0:0 fortzusetzen. Ein 4:2 dementsprechend mit 2:0. Eine zu Null Führung bliebe hingegen unverändert (logisch). Wichtig ist doch vor allem das der führende Spieler seinen korrekten Vorsprung behält. Für Bencic ist es heute gut ausgegangen. Hätte man sie vor der Fortsetzung gefragt, hätte sie sich bestimmt auch für 0:0 statt 4:4 entschieden. So hatten beide Spielerinnen eine extrem unruhige Nacht. Bencic ist jetzt durch. Doch das wird sie Nerven gekostet haben. Gerade im Hinblick auf den weiteren Turnierverlauf. Hat jemand hier objektive Gegenargumente?
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